Ein Jahr Merz'sche Kanzler-Kommunikation, mit Béla Anda

Shownotes

Seit einem Jahr ist Friedrich Merz Bundeskanzler - und hat seitdem kaum ein kommunikatives Fettnäpfchen ausgelassen. Mit Béla Anda, dem ehemaligen Regierungssprecher von Bundeskanzler Gerhard Schröder, spreche ich über die wacklige Kanzler-Kommunikation von Friedrich Merz und erhalte einen Einblick in die Gewerke des Bundespresseamtes, das Binnenverhältnis zwischen einem Kanzler und seinem Sprecher sowie die Kommunikationsstrategie rund um die größte Sozialstaatsreform unserer Zeit.

Die Antworten gibt's im Podcast!

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00:00:03: Berlin

00:00:04: Mitte Talk.

00:00:06: Der Podcast

00:00:07: von

00:00:07: Politik und Kommunikation

00:00:10: mit

00:00:10: Tobias Schmidt.

00:00:18: Seit genau einem Jahr ist Friedrich Merz nun schon Bundeskanzler, ich weiß nicht wie es Ihnen geht aber für mich fühlt sich diese Zeit schon viel, viel länger an.

00:00:27: Weil einfach soviel seitdem passiert ist inhaltlich auch kommunikativ.

00:00:32: Und genau darüber über die Kommunikations des Bundeskantlers Spreche ich heute mit einem absoluten Kommunikationsofi, dem ehemaligen Regierungssprecher Bela Anda.

00:00:44: Bela anda war in der rot-grünen Kanzlerschaft Gerhard Schröders zunächst stellvertretender ab zwei tausendzwei dann Regierungsprecher des Kanzler.

00:00:53: Er kam damals von Bild und war auch nach seiner Zeit als Regierungsspracher noch einmal ein paar Jahre lang stellvertretener Chefredakteur dort.

00:01:01: vor zehn Jahren gründete er dann seine eigene Kommunikation Agentur die er seitdem leitet.

00:01:07: Es gibt also keinen besseren, um die Kanzlerkommunikation zu analysieren und ich freue mich dass ich jetzt mit ihm sprechen kann.

00:01:14: Lieber Bela!

00:01:15: Schön das du heute bei mir bist.

00:01:17: Schön dass ihr hier sein könnt lieber Tobias.

00:01:20: Bela wir zeichnen diese Folge am Mittwoch dem sechsten Mai auf und das heißt Heute ist Friedrich Merz und damit die von ihm geführte Bundesregierung genau ein Jahr im Amt.

00:01:31: Wie fällt denn dein Zwischenfazit aus, inhaltlich aber natürlich vor allem auch kommunikativ?

00:01:39: Inhaltlich hat diese Koalition mehr Zustände gebracht als man hier zugesteht.

00:01:44: Das ist auch das kommunikative Problem.

00:01:46: Aber wenn wir denken an die Reformveränderung beim Bürgergeld – das war ja hoch umstritten!

00:01:53: Wenn wir denken auch zuletzt an die Gesundheitsreform ein Mega-Projekt beim Asyl bzw.

00:02:01: bei den ganzen Einwanderungsfragen hat sie sehr profitieren können, gar nicht mal so sehr von der vorringer Regierung sondern von EU-Maßnahmen die in Abstimmung mit den sogenannten Transitländern gefunden worden sind.

00:02:16: also vieles noch zu tun aber das Bild ist natürlich ein anderes das auch zu tun Mit dem Bundeskanzler, mit dem Streit in der Koalition.

00:02:28: Deswegen ist das natürlich so niederschmetternd

00:02:30: schlecht.".

00:02:32: Du warst ja selber mal Teil einer Bundesregierung zunächst als Stellvertreter und dann in der zweiten Amtszeit dann als Regierungssprücher von Kanzler Gerhard Schröder.

00:02:41: Der Regierungssprecher gilt immer, er ist ja Teil des inneren Kreises des Bundeskantlers, gilt immer als ein enger Vertrauter oder... Spinn-Doktor, wie würdest du das denn beschreiben?

00:02:51: Wie ist das Verhältnis zwischen Kanzler und Sprecher wenn es um die Kommunikation geht.

00:02:55: Wie war das bei dir und Schröder?

00:02:57: Bei mir an Gerhard Schröde war das von Anfang an sehr eng.

00:03:00: also schon als ich stellvertretender Regierungssprecher war hat er mich oft ja mitgenommen angefallt auf viele Reisen die wir gemacht haben.

00:03:08: Er hat mir den Zuständigkeitsbereich gegeben der Wirtschaft.

00:03:12: Also wenn Schröda Wirtschaft macht, da sollte nach außen managen und der hat ja sehr viel wirtschaft gemacht.

00:03:18: das war für mich schon sehr, sehr wichtig.

00:03:21: die weltwirtschaftskipfel zählten dazu bis auf zwei.

00:03:26: Und das war natürlich ein ganz toller Beginn.

00:03:29: damit war ich auch Teil des inneren gefüges was nicht immer so ist bei einem regierungensprecher.

00:03:34: es gab unter helmut kohl nahezu jeden der uns verzweifelt ist dass er seinen eigenen Mann hatte.

00:03:41: andreas fritzen gehört also einen heimlichen regierungsprecher.

00:03:44: Angela Merkel hat das wieder auf zwei Schultern verteilt.

00:03:48: Hat die meinen engen Kontakt zu ihrem Regierungssprecher, ob Stefan Seibert oder ... Uli damals aber hatte natürlich auch im Kanzleramt mit Frau Christianzen, Eva Christianzen jemanden der Medien von innen aus bedient hat.

00:04:02: Man sieht ja jetzt Stefan Cornelius sehr viel finde ich auf Bildern mit dem Kanzlar also wo Friedrich Merz irgendwo auf internationalen Konferenzen ist da geht meistens Stefan Cornels sich nicht die Kamera sucht aber daher Und insofern ist das räumliche Verhältnis sicherlich sehr hängen über das andere, kann ich nicht sagen.

00:04:25: Aber was eigentlich dazugehört zu einem Bundeskanzler Machtgefüge sind so vier Personen mit denen man ein sehr enges Verhältnis haben sollte.

00:04:37: dazu gehört der Fraktionschef oder die Fraktion Chefin, in diesem Fall sind es ja Männer.

00:04:43: Der Kanzleramtschef und der Regierungssprecher.

00:04:46: das war bei Helmut Schmidt so, das war beim Helmut Kohl eben streiche den Regierungsprechersitz Andreas Fritzenkötter und eben auch Bangler Merkel so, die sehr eng darauf geachtet haben dass diese Konstellation eben auch jederzeit weiß was zu tun ist und das hat auch so entsprechende Zeiten abgesichert.

00:05:11: Du warst ja, glaube ich, correct me if I'm wrong der erste Boulevardjournalist in der Rolle.

00:05:17: du kamst von Bild?

00:05:18: Hat das die Regierungskommunikation damals noch anders geprägt?

00:05:23: oder würdest du sagen es hat eigentlich keine Rolle gespielt?

00:05:26: Ich war der zweite nach Peter Bönisch dessen weiße Leder-Garnitur ich am Anfang noch übernommen habe.

00:05:34: Das fand ich also sehr witzig, aber das Peter Bödelste als erster Regierungssprecher sein Büro neu eingerichtet hat weil er nicht ausspringen aus Chefetagen da was anderes gewohnt war als das damalige Bonnamobilier und dann sehr flamboyante weisse Ledergarniture besorgt hat.

00:05:51: Also die hab' ich dann irgendwann gehabt.

00:05:53: Ich hab' dann aber beim Umzuren in Berlin das entsprechend auch anders.

00:06:00: Es gab sogar ein Buch von Heinrich Böll, Bildbohnen Bönisch.

00:06:08: Das war für all die, die nicht mehr kennen.

00:06:16: Ich glaube es waren Literaturen und Beilpreisträger, großer Linker, Schriftstille aus Köln, große Bildkritiker.

00:06:22: Er hat dann diese Kommentare von Peter Bönisch aufgelistet und kommentiert aber auch so nahe und weiß, wo ich schon als ... Ich weiß nicht weiter mal, als ich das gelesen habe gemerkt habe der Mann versteht den Journalismus gar nicht.

00:06:37: Also Heinrich Böll war soweit entfernt.

00:06:39: Nicht nur ideologisch sondern auch vom Handwerk von dem Bildgeschehen, dass das schon fast niedlich war.

00:06:49: Also war ich der Zweite natürlich mit großer Skepsis begrüßt.

00:06:53: Ich meine, ich kam dann nach Bonn kurz vor dem Umzug nach Berlin.

00:06:57: da waren diese ganzen... Da war Print ja noch eine Macht und die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ebenso und diese Platzerche, die da waren zum Teil seit zwanzig, dreißig Jahren, da kam ich jetzt ein bisschen über Dreißig daher Und kam auch noch von Bild.

00:07:13: Ich meine Ausbildung hatte ich bei Weltamt am Sonntag gemacht, Klaus Herr Kobiter war einer der Chefredakteure des Spiegels und das hatte mir schon ein bisschen Gewicht und Glaubwürdigkeit gegeben.

00:07:24: aber natürlich war ich da frei vor Anfeindungen nicht.

00:07:28: Und die hat es auch viele gegeben, aber das gehört zum Job dazu und irgendwann weißt du das auch.

00:07:34: Am Anfang stört sich natürlich halt mich ja auch gestört, aber muss halt bestehen dann.

00:07:39: Das war die Aufgabe und ist halt ja auch die ganze sieben Jahre lang durch erfolgreich geklappt.

00:07:46: Die Auswahl des Sprecher sagt ja auch ein bisschen was über die angestrebte Kanzlerschaft aus.

00:07:51: Friedrich Merz hat mit Stefan Cornelius einen außenpolitisch sehr versierten Journalisten zum Regierungssprecher gemacht, war das im Rückblick eine kluge strategische Positionierung um sich auch selber von Anfang an als Außenkanzler zu präsentieren?

00:08:06: Vielleicht war es diese Idee.

00:08:08: Das weiß ich nicht.

00:08:09: Ich kann mir auch vorstellen dass eine Überlegung war.

00:08:13: Mensch wie konservativen habe ich eh im Sack nicht wie man so sehr lobst sagt weil ich konservativ bin durch und durch oder zumindest damals noch so galt.

00:08:23: Und dann hole ich mir eben noch jemand von der Süddeutschen, der bedient das liberale Umfeld.

00:08:30: Das schmerzt einen Journalisten immer wenn man solche Mechanismen benennt, wenn man sie begreift auch und man will das eigentlich gar nicht sehen.

00:08:39: Am Anfang aber Politiker sind so, dass sie so normalerweise – Ich will da froh durch März nichts unterstellen – Aber es gibt viele Politiker die so denken.

00:08:49: So sag' ich's einfach mal!

00:08:51: Und das ist für mich eine mögliche Erklärung.

00:08:54: Er hat ja nichts davon, weil Auslandsreisen werden per se in der Regel positiv berichtet.

00:09:01: da haben sie Zeit um mit Journalistinnen und Journalisten intensiver zu sprechen als es in Deutschland ist.

00:09:08: eigentlich teilen alle auch ihren Ansatz wenn Sie irgendwo hinfahren und dann gibt's natürlich noch die weiterführenden Briefings und wirtschaftspolitischen Leitern des ganzen Amtes gemacht werden.

00:09:23: Und im europapolischen Leiter, das können Sie noch so koordinieren.

00:09:26: aber die Musik spielt im Inneren.

00:09:29: Positive Presse gibt's im Außen.

00:09:32: deswegen hat es mich ein bisschen überrascht als jetzt die Errungenschaften vom Bundespresseramt der jetzigen Regierung eben nochmal zum Jubiläum dargelegt worden sind.

00:09:42: Das endet dann unkommentiert mit Auflistungen von wie viele waren es glaube ich einundvierzig Auslandsreisen?

00:09:49: Das Bundeskanzler, also da war er auch noch.

00:09:52: Ja prima aber was war da?

00:09:54: Also Stefan Colniers ist ein sehr erfahrener Journalist, der sein Leben, dein journalistisches Leben nahezu ausnahmslos bei der Printausgabe der Süddeutschen Zeitung gemeistert hat und aufgestiegen ist in Bonn-Waar, glaube ich in Washington und klarer Atlantiker auch immer gewesen.

00:10:15: Also insofern hat er schon sein konservatives Profil, denn das ist der auch.

00:10:19: Und ja und er wird das schon

00:10:22: meistern.".

00:10:30: Es ist

00:10:57: gerade schon angedeutet, dass der Draht zur Hauptstadtpresse natürlich sehr wichtig ist für den Regierungssprüche oder für ein funktionierendes Bundespresseramt.

00:11:05: Wie hast du das damals sichergestellt, dass die Berichterstattung ich sage mal nicht allzu feindselig wurde oder unsachlich?

00:11:13: Wurde gab es da regelmäßige Hintergründe.

00:11:15: Hast du viel rumtelefoniert?

00:11:17: hat man Leute auch immer zu sich eingeladen was tatsächlich so dass man auf den Auslandsreisen die Gelegenheit genutzt hat?

00:11:22: wie funktioniert es da im Hintergrund?

00:11:26: ja alles von dem ich war also Immer erreichbar oder nahezu immer reichbar.

00:11:31: Ich galt als jemand der Interessekonferenzen nicht zu viel gesagt hat, aber das ist eben auch kommt mit dem Job, weil du sollst auch nicht soviel vorab vermitteln.

00:11:43: Die einen machen es wortreicher die anderen wortkager und Du hast natürlich dann Möglichkeit mit Hintergrundgesprächen gerade auch mit den wirklich großartigen Leitern der jeweiligen Abteilung im Kanzleramt dort Journalisten Infos zu verschaffen im Vorfeld, das machst du bei Briefings.

00:12:02: Ich hatte einen Bundeskanzler der sehr kommunikativ war, der auch mal selber zum Hörer gegriffen hat.

00:12:07: Das war nicht immer einfach weil man das erfahren mal nicht aber das war auch Gerhard Schröder's Art und Weise mit umzugehen.

00:12:16: damit musste man umgehen.

00:12:18: Aber es ist ein Mix!

00:12:19: Und wenn man sich die verschiedenen Regierungssprecher anguckt, die es gegeben hat dann kann man sehr viel lernen aus Interviews, die sie gegeben haben.

00:12:28: Bücher, die Sie geschrieben haben, Gesprächen, die ich diese geführte.

00:12:31: Man macht nachbar.

00:12:32: damals war in Berlin Klaus Bölling und ich kannte Peter Bönig gut mit beidem intensiv gesprochen auch.

00:12:39: Und ja... Die Hausforderung ist immer dich nicht gemein zu machen sondern du musst auch wissen wo du stehst auf der Seite einer Bundesregierung aber trotzdem ein kollegiales Verhältnis haben und Vertrauen aufzubauen.

00:12:54: Das geht durch die Arbeiterarbeit, durch Zugänglichkeit.

00:12:58: Du wirst nie allen zufrieden stellen.

00:13:01: Ich hatte eine Zeit als die Agenda auf den Weg gebracht wurde und da bin ich massiv kritisiert worden natürlich auch aus den eigenen Reihen der SPD, die mit der Agenda überhaupt nicht zufriedenf waren.

00:13:12: Die war denen zu wirtschaftsnah.

00:13:15: und dann lag es immer an der Kommunikation.

00:13:17: das ist ja immer der Fall Aber auch da muss man durch.

00:13:22: Irgendwann habe ich auch mal zurückgekämpft, das war auch sehr gut als Bild.

00:13:26: Weil seine Kampagne machte gegen mich und gegen die Bundesregierung.

00:13:31: Auch das ist wichtig.

00:13:32: also mal zu sagen bis hierhin noch nicht weiter aber nicht permanent.

00:13:36: Und dann waren wir wieder im Dialog Dann ging es wieder.

00:13:39: Es gab ein Geben und Nehmen dauerhaft und daran hat sich nichts geändert.

00:13:45: Die Agenda jetzt schon ansprichst, du hast es ja damals kommunikativ vorbereitet und auch begleitet.

00:13:51: Ihr seid ja damals, habt ja einen großen Aufschlag gemacht mit einer großen Rede im Bundestag des Kanzlers.

00:13:58: von der aktuellen Bundesregierung sehen wir das eher weniger bzw.

00:14:03: da ist er eher so kleckchenweise dass kleinere Stellschrauben gedreht werden.

00:14:08: Wie seid ihr denn damals vorgegangen?

00:14:10: und was läuft heute anders, wenn wir jetzt mal konkret auf Reformen schauen oder auf die Notwendigkeit von Reformen?

00:14:16: Damals sind wir so vorgegangene.

00:14:18: Das ist eine kleine Gruppe war, die sich bestand nicht nur aus Politikern, die sie zusammengesetzt hat – ich weiß das noch genau.

00:14:25: Der erste Tag war der sechste zwölfte, zweitausend und glaube zwei Die sich zum ersten Mal, es war auch nicht im Kanzleramt mit der Frage beschäftigt haben was muss jetzt geschehen grundsätzlich und auf verschiedenen Ebenen.

00:14:44: Und daraus ist dann ein immer verdichtetes Konzept geworden.

00:14:48: das dann mündete in der Rede des von Bundeskanzler Gerhard Schröder wo Friedrich Merz als glaube ich damals noch Fraktionschef oder stellvertretender Fraktionchef der Union.

00:14:57: eine erste Reihe saß im Parlament und seine Reaktionen erinnere ich auch noch, weil die waren sehr heftig auf diese Rede.

00:15:06: Und nicht positiv!

00:15:07: Obwohl er dann allerdings später – es gab ja ein Vermittlungsverfahren – dann auch sehr konstruktiv wirkte.

00:15:16: Dann war aber klar dass diese Rede einen Überbau braucht also auch nicht nur diese Rede sondern die Maßnahmen selbst.

00:15:22: das waren ja Reformmaßnahmen, die als Belastungen empfunden worden sind und es gab auch Aktivierungsmaßnahme.

00:15:31: Es gab die Ich-AG's zum ersten Mal.

00:15:34: Es gibt ein Riesenprogramm für Ganztagsschulen zum Hausbau von Bildungsmaßnamen.

00:15:39: also viele Dinge in der Forschung kam dazu um den Eindruck zu vermitteln und auch dem fundierten Eindruck hier bewegt sich was.

00:15:51: Deswegen war die Reaktion am Anfang auch so positiv, weil die Menschen das erwartet haben.

00:15:57: Wir fassen dabei gesehen und werden ja vier Jahre davor vertan.

00:16:02: Anders kann man das nicht sagen mit dem sogenannten Bündnis für Arbeit.

00:16:05: Das war der Versuch mit Gewerkschaften und Arbeitgebern in einem großen Arbeitskreis etwas zum Wohle Deutschlands auszuverhandeln.

00:16:15: Am Ende war das wie Tarifverhandlungen du kamst zu nichts Und dann gab es eben die Entscheidung, wenn das so nix wird, da müssen wir was anderes machen.

00:16:23: und dann kamen das.

00:16:24: Also diese Aktivierungsmaßnahmen, die Modernisierung, Innovation war ein wesentlicher Thema dabei und jetzt ist es so dass du ja zusammenzuckst, wenn du nur in der Form hörst weil du ja jedes mal denkst oh Gott wie teuer soll's dir noch werden.

00:16:43: also Reform bedeutet immer heute Ich bekomme weniger und zahle mehr.

00:16:49: Das bedeutet Reform, wenn ich sie höre zumindest als Bürger dieses Landes.

00:16:54: Und das ist schade weil, glaube niemand bestreitet dass man was tun muss.

00:17:00: Rentenreform, gesundheitsreform sicherlich.

00:17:02: aber wo ist das positiv aktivierende?

00:17:05: Was den Menschen auch wieder Spaß macht morgens zur Arbeit zu gehen oder einem Unternehmerschmarsmacht ein Unternehmen zu gründen oder mehr Leute einzustellen?

00:17:16: Aber würdest du sagen, dass die Kommunikation damals erfolgreich sei?

00:17:20: Ich meine immerhin wurde die Bundesregierung danach abgewählt.

00:17:23: Also vielleicht gibt es ja auch da etwas für dem die aktuelle Bundesregierung lernen kann, das es vielleicht ihr besser ergeht an der Wahlordnung in drei Jahren.

00:17:33: Ja, der Punkt war, weißt du Tobias, das war jedem klar vor allem was Gerhard Schröder klar aber jedem klar auch Jürgen Fischer, dass das sein kann dass diese Regierung aufgrund des Auseinanderfallens von Maßnahme und Wirkung.

00:17:52: Weil es war klar, dass die Maßnahmen einsteilend sein werden und das die Wirkung versetzt stattfinden wird.

00:17:59: Und durch die vorgezogene Neuwahlen war ja noch ein Jahr weniger Zeit, die Maßnahmen wirksam werden zu lassen damals.

00:18:07: Und das war jedem klar.

00:18:10: Trotzdem haben sie's gemacht!

00:18:12: Trotzdem haben sie es gemacht, weil sie gesagt haben das ist jetzt ein doofes Wort aber trotzdem in diesem Sinne alternativ los.

00:18:19: Das müssen wir jetzt tun und Deutschland hat's gedankt zwar nicht die Wählerinnen und Wähler.

00:18:25: Es wäre auch sehr knapp.

00:18:26: am Ballabend waren es zu Null Komma Sieben Prozentpunkte.

00:18:29: Dann gab es noch eine Nachwahl in Dresden.

00:18:30: an was dann ein Prozentpunkt?

00:18:32: Das war ja nicht so viel.

00:18:33: und trotz dieses unglaublichen Abstandes, den es am Anfang gab Als die Neuwahlen ausgerufen worden sind, gab es einen sehr erfolgreichen Wahlkampf und die SPD war fast gleichstark damit geworden.

00:18:47: Trotz dieser Einstein-Maßnahmen.

00:18:48: Und es gab zwölf, vierzehn Jahre lang Aufschwung danach aufgrund dieser Maßnahmen, die Gerhard Schroeder und Jürscha Fischer gemeinsam dort eingeleitet haben.

00:18:59: Waren wir zurück in die Gegenwart?

00:19:01: Wir stehen ja nach einer Woche einer sehr bemerkenswerten Kanzlerkommunikation.

00:19:07: Letzte Woche ein großes Spiegelinterview, in dem er sich beklagt hat wie böse mit ihm umgegangen wird.

00:19:13: Am Samstag war dann bei Karen Meosker zur Late Prime in der IED schon zum dritten Mal übrigens... Was sagt das über den Stand der Bundesregierung aus?

00:19:21: Dass wenn ein Bundeskanzler so aktiv die Öffentlichkeit sucht?

00:19:25: Ja, es sagt erst mal aus dass er aktiv die öffentlichkeitsucht ist.

00:19:30: Das ist ja gut!

00:19:31: Wenn er aktiv diese öffnlichkeitsuch, versucht er sich zu erklären seine Beweggründe nachvollziehbarz machen mit den Menschen über das Medium Fernsehen.

00:19:40: sehr tradierte Art und Weise, aber gut.

00:19:43: Bisschen achtziger, neunziger Jahre Stil hier da sich in Kontakt zu kommen und kritisch befragt.

00:19:50: auch davor steht ja Frau Mioska eben seine Antworten zu geben.

00:19:57: Das ist per se nicht schlecht.

00:19:59: Form könnte man sicherlich mal variieren oder was anderes machen Aber ich glaube eher damit quasi zufrieden mit der Art und Weise dieser Kommunikation.

00:20:11: Die Frage ist halt, wen erreicht es auf welche Form?

00:20:14: dieses Interview bei Karin Mioske das du ansprichst?

00:20:17: Das letzte, das wirkt ja schon relativ verzagt.

00:20:21: Es werden natürlich einzelne Sätze herausgebrochen.

00:20:25: ich habe nicht das Recht die CDU umzubringen und ähnliches oder so.

00:20:30: ähnlich formuliert Stachia da ganz besonders hervor Keine Attacken, aber sein Appell mindestens an die SPD seine Erklärungen.

00:20:40: Nun sei im Grunde das Ende seiner Geduld erreicht mit den Kompromissen, die er schon gemacht habe Richtung SPD was natürlich dazu beiträgt auf der anderen Seite wieder genauso Empörung zu schüren.

00:20:53: Aber ein Bundeskanzler muss sich erklären und in der Öffentlichkeit sollte er häufig tun.

00:20:57: Angela Merkel hat es ja ausgesucht gemacht, hatte aber auch nicht so viel Notwendigkeitsmaßnahmen, die schief gegangen sind.

00:21:05: dann nochmal gerade zurück.

00:21:06: Von Gerhard Schröder stammt er das inzwischen.

00:21:09: eine legendäre Zitat zum Regierenbrauch der Bildbaumzuhl und Glotze?

00:21:13: Das hat wahrscheinlich damals schon nicht gestimmt aber heute stimmt es definitiv nicht.

00:21:17: mehr ist die Rolle des Medienkanzlers heute ungleich schwerer auszufüllen als noch vor zwanzig Jahren und damit auch die Rolle.

00:21:26: Ja, das wird immer gesagt.

00:21:28: Ja mein Gott!

00:21:29: Bei euch gab es kein Social Media und bei uns gab's das explodierende Privat-Fernsehen.

00:21:35: nochmal härter der Konkurrenzkampf zu den öffentlich-rechtlichen.

00:21:39: Bei uns gab es das exploderene Internet die Blogs, die kamen.

00:21:45: ein explodierener Konkurrentskampf in Berlin von Journalistinnen und Journalisten, die alle irgendwas brauchten um auch dann weiter in Lohn und Brot zu sein.

00:21:54: also Und Social Media wurde ja bekämpft von Journalistinnen und Journalisten.

00:21:59: Ich erinnere mich an... Hans Ulrich Jorges damals noch Büroleiter beim Stern der Schimpftiraden losließ, als die Bundesregierung zum ersten Mal irgendwas postete.

00:22:09: Weil er sagte hier werden wir übergangen als Journalistinnen und Journalisten.

00:22:14: Und er hat einen Punkt gehabt weil du natürlich als Regierung deinen eigenen Kanal hast nicht oder eigene Kanäle.

00:22:21: Angela Merkel hat dann so verschlossen sie war aber auch immer mal so schöne Videos gezeigt wie es in einer Kanzlermaschine zugeht.

00:22:29: Alle waren mit dabei und schon mal auf diese Art und Weise näher.

00:22:33: Du hast was Donald Trump mit seinen sozialen Netzwerken macht, das wissen wir!

00:22:38: Du hast natürlich eine unglaubliche Möglichkeit, diese sozialen Medien zu nutzen um deine eigenen Botschaften zu platzieren, um schnell selber Stellung zu nehmen.

00:22:49: Weißt du, wenn früher irgendwas aus dem Ruder gelaufen ist, musstest Du ja wieder mit Medien dies gerade biegen.

00:22:55: Und Du warst immer angewiesen dass Dein Counterpart das in einer sachlichen neutralen Art und Weise war jetzt gemäß rüberbringt.

00:23:03: Das war mal so aber es gab natürlich auch Interessen.

00:23:06: da gibt es immer noch wo das nicht so ist.

00:23:09: Heute stellts Dich selber hin und machst Deinen eigenen Kanal!

00:23:13: Und das ist eine unglaubliche Chance.

00:23:16: deswegen Ich habe das Bundespreisabend, das kann ich schon sagen, so umgebaut wie keiner vor mir.

00:23:21: Auch keiner nach mir in dem ich einen großen Newsroom geschafft habe auch gegen großen internen Widerstand und ich hab's schon von ein paar Jahren gedacht hat jetzt gar nichts mit Cornelius zu tun dass man sowas genau wieder machen müsste und ein riesenserische Mieterteam da einsetzen müsste nicht für Regierungspropaganda aber um dann eigenen Botschaften rüberzubringen.

00:23:43: Das ist eine Riesenschance also viel mehr Chance als als Grund zum Lamento über neue Zeiten, die es angeblich ja so schwer machen.

00:23:53: Ich meine, Friedrich Merz hat das ja ganz konkret angesprochen im Spiegelinterview und gesagt niemand wurde so sehr kritisiert oder so sehr herabgewürdigt, vergleibe ich sein Wording wie er.

00:24:04: Darüber würde sicher viel lustig gemacht jetzt in der letzten Woche.

00:24:08: aber hatt ihr da vielleicht trotzdem Punkt?

00:24:10: Ist da vielleicht was dran?

00:24:12: Oder sagst du nein!

00:24:13: Das war bei Schröder, Kohl etc.

00:24:15: noch viel schlimmer.

00:24:16: Ich glaube, niemand hatte es so schwer wie ich und dann hat er referiert, sah wahnsinnige Worte.

00:24:21: Und dann hat der gemeint eben die verächtliche Machen in Social Media gut.

00:24:26: Die gab es in dieser Form nicht und da muss er sicherlich und die Familie und jeder, der sich das durchguckt, muss sich da was erdulden.

00:24:35: Das gilt für jeden Politiker leider auch für die kommunalen Politikerinnen-Politiker, die auch sowas dann ertragen müssen.

00:24:42: aber Grundsätzlich, also schwer.

00:24:46: Kubicki hat es gesagt.

00:24:47: letztens und hat völlig recht jemand wie Willy Brandt der er verächtlich gemacht worden ist aufgrund seiner uneeligen Herkunft als von Adenauer nicht.

00:24:57: Willy-Brandt alias Fram war ja sein wahrer Name und dem die Uneeligkeit seiner Geburt vorgehalten wurde als Markel, als Manko zum politischen Kampf missbraucht wurde.

00:25:09: Helmut Kohl Die ersten acht Jahre seiner Kanzlerschaft als intellektuell bemitleidenswert dargestellt wurden von großen Teilen der linken Medien, bis dann die Einheit kam und er dann unter Beweis gestellt war.

00:25:26: Er hat aus welchem Holz er geschnitzt war.

00:25:28: Gerhard Schröder genauso der ja während seine gesamten Karriere von vielen konservativen Medien bekämpft worden ist.

00:25:35: Und als er dann es gewagt hat, gegen die USA anzutreten mit einem echten Grund weil sich später ja herausgestellt hat dass die im Weltsicherheitsrat vorgebrachten angeblichen Beweise für einen Angriff gegen den Irakrieg allesamt konstruiert und falsch waren was sogar der damalige Hausminister Colin Powell in seinen Mümaren dargelegt hat wie er gelingt worden ist.

00:26:01: Kabinettskollegen, da hat sich ja einen Sturm der Entrüstung ich glaube sogar auch von Herrn Cornelius dann erhoben in deutschen Medien.

00:26:12: Man würde hier die Axt legen an das deutsch-amerikanische Verhältnis Deutschland aus den NATO treiben und dergleichen.

00:26:18: am Ende war alles richtig Und insofern hat jeder sein Schaftsein zu tragen Angela Merkel natürlich auch ab Und musste sich erwehren intern gegen eine Riege der West-CDU-Ministerpräsidenten von Christian Wolf bis Oettinger, die sie alle im Grunde besiegt hat.

00:26:39: Also das ist kein Spaßjob.

00:26:42: Das ist ein Job, der alle Härten mit sich bringt und verlangt und zu sagen kann, hat es so schwer gehabt, ist natürlich sehr vorbei an der

00:26:52: Realität.".

00:26:53: Also ich höre raus du als Regierungsprecher hättest dieses Zitat wahrscheinlich nicht freigegegeben?

00:26:58: Ich hätte zumindest gesehen und das hat mich überrascht, weil auch Cornelius, der es ja gesehen haben muss sicherlich wusste was daraus gemacht wird.

00:27:09: Es ist immer schwer so etwas zurückzuholen, auch wenn man sagt man kann sie autorisieren.

00:27:14: aber das ist dann schon ein Kampf.

00:27:16: ein solches Zitat von dem die andere Seite in diesem Fall der Spiegel natürlich auch weiß Was das auslöst?

00:27:22: Dann wieder zurück zu holen Das ist nicht einfach.

00:27:25: vielleicht haben Sie's versucht und nicht geschafft.

00:27:28: Ich

00:27:29: meine, es ist ja spannend.

00:27:32: Kann man irgendwie beziffern wie hoch der Anteil des Regierungsprechers an der Kanzler-Kommunikation ist oder anders gefragt?

00:27:39: Was muss ein Kanzlern schon selber mitbringen und was kann man als Sprecher darüber hinaus noch rausholen?

00:27:45: Ja, als Spricher ... Es gibt ja verschiedene Aufgaben des Sprechers.

00:27:49: Als Sprechen musst du in diese Bundespreisekonferenz, Regierungs ... Bundespräsidentenkonferenz, mindestens zweimal gibt es dreimal eine Woche.

00:27:56: Da musst du mindestens zwei mal... solltest du zweimal in der Woche selber sein.

00:27:59: und das ist ja halt dieses Schwarzbrot wo du auf unvorbereitet aber nicht wissend was da kommt auf quasi jede Frage die entgegen gereicht wird mit einem Kolleginnen und Kollegen an der Seite der verschiedenen Ministerien Antworten muss.

00:28:15: Das ist das ein.

00:28:16: und dann kannst du natürlich strategisch Akzente setzen, gucken welches Thema kommt.

00:28:23: Du hast hatten wir zumindest eine Abstimmung mit deinen Ressortkollegen Wir hatten die täglich und dann hörst du, welches Thema kommt.

00:28:31: Du kannst versuchen wenn du merkst da brennt was an das zu entschärfen Konflikte zwischen den Häusern zu entscharfen bevor sie in der Öffentlichkeit gehen.

00:28:40: also Und eine eigene Agenda setzen.

00:28:42: Das hatten wir damals mit der Agenda.

00:28:44: Zwei Tausend Seen Die die Kommunikation bündelt werden die ganzen Agenda Ressorts zusammen geholt und Familienministerium Forschungsministerium Wirtschaftsministerium Gesundheitsministerium, die hatten ja alle Agenda-Themen und haben gesagt okay was können wir machen?

00:29:00: Und dann haben wir die Kommunikation entwickelt dass sie sich ergänzte.

00:29:03: Dann auch also kann strategische Schwerpunkte setzen.

00:29:05: in Bezug auf den Bundeskanzler kannst du natürlich mit dem Team das ist das Wichtige im Bundeskantlamm Die Abteilungsleiter dort vor allen Dingen der für Wirtschaft, der für Außenpolitik, der Für Europa Politik gemeinsam Akzente setzen zu den verschiedenen Maßnahmen.

00:29:22: Hintergrundgespräche führen, anbieten, Regionalisten und Journalisten mal das eine, mal das andere Briefen.

00:29:28: Klar, Interviews sind ein wesentlicher Faktor dazu.

00:29:32: Du kannst auch Sachen versuchen.

00:29:34: abzuräumen habe ich nicht oft gemacht oder auch geschafft aber zweimal war es schon ohne darüber zu reden.

00:29:41: was ist?

00:29:41: weil wenn du siehst hier geht eine Maßnahme völlig in die falsche Richtung Legislativ für die der Öffentlichkeit auf uns einpassend wird.

00:29:50: Auch das ist deine Aufgabe, also du kannst schon sehr viel erreichen und du könntest ... Du kannst dein Bundeskanzler natürlich sagen hier sind sie gerade unter Druck.

00:30:00: Das und das wird an ihnen kritisiert so kommen Sie da raus nicht?

00:30:05: Das geht auch!

00:30:06: Und dann klappt.

00:30:07: jemanden der sich daran hält und sagt okay danke schön finde ich ganz gut.

00:30:12: und da finde ich gut.

00:30:13: und noch mal jemand anderen fragt aber dass hoffentlich dann so umsetzt.

00:30:17: Aber es heißt so ein, sag mal impulsiver Typ wie Merz ist wahrscheinlich dann auch nur bedingt steuerbar.

00:30:23: Wenn er dann mal einen raushaut oder so eine Interview auf einer Pressekonferenz?

00:30:27: Naja, auch das kann ja ein Stilmittel sein und eine Persönlichkeitsmerkmal.

00:30:35: Ich habe mir das auch angeguckt und gedacht Mensch, ich kann man ihm raten aber was macht man mit einer solchen Persönlichkeit der möglicherweise so isst?

00:30:47: Und das nehmen die Deutschen ihm, glaube ich, gar nicht kor.

00:30:50: Weißt du?

00:30:51: Ich glaube kein.

00:30:51: Deutschland nimmt Fritzrich Merz rum, dass er mal impulsiv ist und dass er sagt – was weiß ich, was er da sagt jedes Mal – nur er muss die Linie halten!

00:31:04: Er steht eigentlich für sein Wertekosett, Konservativ, Sauerland, Familie, Blockflöte, Hausmusik, Wirtschaftsverständnis und den Willen Deutschland voranzubringen.

00:31:18: Ich glaube das wird man ihm zumessen.

00:31:21: Nur jemand der heute das sagt morgen das macht, der passt dann nicht mehr da rein in dieses Wertekosett.

00:31:28: Das ist ein Flip-Flopper.

00:31:29: an heute so, morgen so beginnt man in diesem Bild zu zweifeln und denkt, ui ist der vielleicht einfach überfordert?

00:31:39: Liegt das daran dass er keinen Regierungsamt hatte?

00:31:42: vorher hat er wirklich nie regiert.

00:31:46: Und diese Fragen kommen auf.

00:31:48: aber wenn sie sagen okay war ich nicht immer zurück wenn du was gesagt hast sondern bleib an dem Korsett lass die Debatte laufen dann wird sich das schon irgendwie regeln.

00:31:58: oder stehe auch mal dazu Dann würden viele Menschen eher ihren Frieden damit machen und die Zustimmungsraten wären auch andere.

00:32:08: Und du müsst es ihnen gar nicht verändern, wer ja kein ... Wie werde ich gesagt?

00:32:15: Rundgelutschter Kieselstein sein muss auch gar nicht!

00:32:18: Mann mit Ecken und Kanten haben wir viel zu wenig.

00:32:21: aber auch bitte dann dabei bleiben.

00:32:24: zum Abschluss Du hast diese Woche bei LinkedIn ein kleines Plädoyer für Friedrich Merz veröffentlicht oder bzw.

00:32:32: ging konkret um die Frage einer vorzeitigen Ablösung, erklär doch mal den Hörerinnen und Hörern des Podcasts warum du das für eine schlechte Idee ist?

00:32:41: Ich halte es für unrealistisch.

00:32:45: und es gibt ja vielleicht muss man das kurz vorwegstecken Es gibt in Berlin ja immer so Also Filterblasen von Stories und die Story jetzt, das oh, hält diese Regierung überhaupt.

00:32:57: Und wird Friedrich Merz von seinen eigenen Leuten möglicherweise zum Rücktritt getrieben?

00:33:01: Und gibt es da jemanden der die Brandmauer fallen lassen will?

00:33:05: Und kommt Jens Spahn irgendwie zu ihm und sagt Jetzt gestärkt durch sechstundachtig Prozent Zustimmung als neue Fraktion Chef Als alter neue Fraktion Chef Friedrich Es geht nicht mehr und ich halte es einfach für sehr unrealistisch.

00:33:18: Wenn man auf den Wahlkalender geht, dann wird ja immer gesagt oh die Wahlen im Osten da gewinnt die AfD.

00:33:23: Ja gut aber das ist schon relativ eingepreist und es genauso glaube ich vorhersehbar dass die SPD im Austen noch viel stärker federn lassen wird und dass sich dann womöglich dann immer ein Allparteinbündnis gegen die AfD zusammenschließen wird um den Demokratiefeinden damit dann die Stirn zu bieten.

00:33:52: Und da ist die CDU immer dabei, also geht es ja auch immer um die Frage, kostet der uns an der Spitze die Macht oder nicht?

00:33:59: Das ist im Grunde die Kernfrage und das wird da nicht der Fall sein!

00:34:03: Dann haben wir Wahlen in Berlin.

00:34:06: gut, da ist gut möglich dass Rot-Rot-Grün Der Bürgermeister dort ist eh kein Freund der Regierende von Friedrich Merz.

00:34:16: Als ich öfters kritisch gegenüberhin geäußert und rot-grünrot oder grünerotrot wäre dann auch ein abschreckendes Beispiel für den Bund.

00:34:26: Seht du, dass es nicht so weit kommt?

00:34:27: wählt mich, Friedrich März!

00:34:29: Dann geht's weiter.

00:34:30: nur zwei drei Beispiele noch im nächsten Jahr mit der Bundespräsidentenwahl Da wird eine CSU-Frau oder ein CDU-Mann Bundespräsident werden.

00:34:40: Auch das ist ein wichtiges Machtpolitisches Instrumentum, auch wenn das keiner so sagen will.

00:34:46: aber es wird zugewertet.

00:34:48: Dann haben sie Nachmess BD Mann der zehn Jahre dort war, der natürlich seine Partei mit Gliedschaft für die Zeit des Bundespräsidentenamtes dann ruhen stellt.

00:34:57: Aber haben Sie eine CSufrau oder einen CDU-Man?

00:34:59: Das ist dann ein Erfolg in der Parteien, Arithmetic und dann kommen Wahlen im Saarland und Bremen.

00:35:06: Auch dafür wird die SPD bisher sicherlich auch da federn lassen müssen.

00:35:11: also nicht schlimm für März schließe ich dann Wüst in den Nordrhein-Westfalen im April.

00:35:15: zwanzig siebenzwanzig.

00:35:17: gut das ist ein Konkurrent wenn der ein paar Prozent Punkte abgibt.

00:35:21: nicht schlimm aber auch der wird als CDU Mann sicherlich wiedergewählt werden.

00:35:27: also nichts in Gefahr was das angeht.

00:35:31: Dem ist nichts hinzuzufügen.

00:35:33: Lieber Bela, ich danke dir für deine Zeit!

00:35:35: Ich danke dir, Tobias!

00:35:45: Wenn

00:35:51: Sie keine Neuigkeiten mehr von Politik und Kommunikation verpassen möchten, folgen sie uns bei Instagram, LinkedIn und Twitter Und abonnieren Sie unsere Newsletter-Politikszene Für die aktuellsten Personalwechsel und Stellenanzeigen Und P&K Weekly Für unsere Analysen, Interviews Gewinner Verlierer.

00:36:12: Pros und Kontras aus dem politischen

00:36:15: Berlin!

00:36:15: Hören Sie außerdem rein in den Podcast Elefantenrunde mit Haio Schumacher und Frank Staus.

00:36:22: Wir freuen uns auf sie.

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