Was sind jetzt die nächsten Schritte für die FDP, Timo Lochocki und Tobias Schmidt?
Shownotes
Gast: Tobias Schmidt, Managing Editor von Politik & Kommunikation, war beim 77. FDP-Bundesparteitag vor Ort. Gast: Timo Lochocki, Politikprofessor an der Quadriga Hochschule Berlin. Host: Konrad Göke, Chefredakteur von Politik & Kommunikation
Der Überraschungscoup:
- [ca. 00:01:51] Statt abzukühlen sei die Temperatur im Saal nach der Verkündung der Gegenkandidatur Strack-Zimmermanns „eher gestiegen“, berichtet Schmidt — eine Stimmung zwischen freudiger Erregung und „totaler Entrüstung“.
- [ca. 00:03:13] Joachim Stamp legt dem Tagungspräsidium eine Liste mit 33 Namen vor und schlägt Marie-Agnes Strack-Zimmermann als Gegenkandidatin vor; im Kubicki-Lager habe man fast von einem „Dolchstoß“ gesprochen, weil niemand damit gerechnet hatte.
- [ca. 00:03:57] Schon in der Aussprache habe der sozialliberale Flügel das bisherige Verfahren mit Höne als Kubickis Stellvertreter als Einigung „im Hinterzimmer“ kritisiert, ordnet Schmidt ein — den Delegierten sei eine Richtungsentscheidung aus der Hand genommen worden.
Was die Wahlergebnisse verraten:
- [ca. 00:05:27] Mit gezielten Angriffen auf Martin Hagen landet Strack-Zimmermann in ihrer Rede „ein paar Wirkungstreffer“ — der künftige Generalsekretär schneidet später ohne Gegenkandidaten schwächer ab als Kubicki in der Kampfabstimmung.
- [ca. 00:05:55] Dass sich 40 Prozent ohne Wahlkampf mobilisieren ließen, wertet Schmidt als echte Überraschung und bezweifelt, dass Kubicki seine Härte durchhält — „man weiß jetzt, wo der Hammer hängt“.
- [ca. 00:07:32] Lochocki hält die FDP dennoch für gut aufgestellt: Wähler entschieden sich erst vier bis sechs Wochen vor der Wahl, bis dahin erzeuge das interne „Ping-Pong“ wertvollen Nachrichtenwert.
Kubicki — Persönlichkeit statt Programm:
- [ca. 00:09:48] Das stärkste Argument für Kubicki sei seine Bekanntheit über die Partei hinaus, beobachtet Schmidt: Man müsse nicht die Delegierten überzeugen, sondern die Wähler — Kubicki sei „das Asset“.
- [ca. 00:11:02] Als Rechtsanwalt wisse er genau, „wie er Leute beleidigen kann, ohne dass es justiziabel wird“ — diese Selbstbeschreibung Kubickis zitiert Schmidt als Kern von dessen Auftreten.
- [ca. 00:13:18] Schmidt verweist auf Martin Hagen als „Gehirn“ der Operation: Der frühere Geschäftsführer des Think Tanks R21 stehe für ein bewusst „konservatives“, nicht liberal-konservatives Profil.
Die strategische Grundfrage:
- [ca. 00:14:40] Ist es für eine kleine Partei sinnvoll, „mit der Schrotflinte“ viele Gruppen anzusprechen, statt sich auf eine Wählergruppe zu fokussieren? Mit dieser Frage eröffnet Göke die Strategiedebatte.
- [ca. 00:17:26] Entscheidend sei die „Wohl-und-Wehe-Frage“, erklärt Lochocki: ob die FDP wirtschafts- und sozialpolitische Themen besetzt oder den Kulturkampf — das wiege schwerer als das Links-Rechts-Schema.
Freiheit als Kernthema:
- [ca. 00:18:15] Auf dem Parteitag sei kaum über Wirtschaft, dafür viel über Meinungsfreiheit gesprochen worden, widerspricht Schmidt aus eigener Anschauung: Auf die Frage nach Strafanzeigen wegen Politikerbeleidigung (Paragraf 188) habe Kubicki „null“ geantwortet und Applaus geerntet.
- [ca. 00:18:49] Was die FDP gerade am meisten brauche, sei „eine neue Pandemie“, bringt Schmidt das Freiheitsthema scherzhaft auf den Punkt — dann hätten ihre freiheitsrechtlichen Themen wieder Konjunktur.
Medien und Sichtbarkeit:
- [ca. 00:20:56] Zwischen 2013 und 2017 sei außer Christian Lindner kaum ein FDP-Politiker medial präsent gewesen, argumentiert Lochocki — die Konzentration auf eine glaubwürdige Spitzenperson genüge.
- [ca. 00:25:57] Gegenüber der AfD sieht Lochocki die FDP im Vorteil: Die Leitmedien suchten „händeringend“ nach jemandem rechts der Friedrich-Merz-CDU, dem man „unbedenklich das Wort erteilen kann“.
Eine oder zwei liberale Parteien?:
- [ca. 00:29:59] Eine Spaltung in eine links- und eine rechtsliberale Partei hält Schmidt für nicht überlebensfähig: Die Basis des Liberalismus in Deutschland sei zu schmal — die historische Leistung von Theodor Heuss bleibe der richtige Weg.
- [ca. 00:32:35] Eine wirtschaftspolitische Positionierung rechts der Union sei „so schwer wie ein Matchbox-Auto auf dem Realparkplatz zu parken“, sagt Lochocki: Dort sei so viel Platz, dass dies „die Gewinnerformel für die nächsten zwei, drei Jahre“ wäre, während der Kulturkampf die FDP in der Regierung nach unten ziehe.
Die entscheidende Hürde:
- [ca. 00:34:01] Das genaue Wählerpotenzial sei nebensächlich, hält Lochocki fest: Entscheidend sei allein, ob die FDP über fünf Prozent komme und damit „die ganze Koalitionsarithmetik“ verändere — und der Union bürgerliche Mehrheiten ohne die AfD ermögliche.
NRW als letzte Chance:
- [ca. 00:36:12] Durch den Parteitag sieht Schmidt vor allem Henning Höne beschädigt: Vom Brückenbauer des Strack-Zimmermann-Flügels zum Kubicki-Unterstützer gewechselt, erhielt er nur 71 Prozent — während seiner Rede habe sich die Halle geleert.
- [ca. 00:40:39] Die NRW-Wahl im April sei die wichtigste bis zur Bundestagswahl, sagt Schmidt: Gehe sie verloren, finde sich „irgendein Verwalter der Konkursmasse“.
Im Osten Retter der Demokratie?:
- [ca. 00:41:15] Ein Drittel bis die Hälfte der ostdeutschen AfD-Wähler schwanke und suche eine demokratische Alternative, legt Lochocki seine steile These dar — die FDP müsse jeden fünften AfD-Wähler gewinnen, um über fünf Prozent zu kommen.
- [ca. 00:43:37] Käme die FDP im Osten über die Hürde und nähme der AfD die Alleinregierung, rette sie damit ausgerechnet Friedrich Merz „seinen Job“ — das Paradox, auf das Lochocki hinausläuft.
- [ca. 00:44:06] Zum Abschluss verspricht sich Lochocki und sagt „AfD“ statt „FDP“; Göke kommentiert den Versprecher als vielsagenden „Konnex“.
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00:00:03: Berlin
00:00:04: Mitte
00:00:05: Talk.
00:00:06: Der Podcast von Politik und Kommunikation
00:00:10: mit Tobias Schmidt.
00:00:19: Die FDP hat auf ihrem siebenundsebzigsten ordentlichen Bundesparteitag Wolfgang Kubicki zum Parteichef gewählt, der setzte sich in einer Kampfabstimmung gegen Mari Agnes Strackzimmermann durch.
00:00:31: Martin Hagen wurde Generalsekretär Die Zahlen zeigen aber keinen Durchmarsch.
00:00:36: Kubicki erhielt neunundfünfzig, drei Prozent Hagen als Generalsekretär achtundfünftig, acht.
00:00:43: Was bedeutet dieser Parteitag für den künftigen Kurs der FDP?
00:00:47: Was müssen die Liberalen tun um weiter Aufmerksamkeit auch sich
00:00:50: zu ziehen
00:00:51: und wie müssen sie sich strategisch positionieren?
00:00:54: Mein Name ist Konrad Göke.
00:00:55: ich bin Chefredakteur von Politik & Kommunikation.
00:00:58: heute spreche ich mit meinem Kollegen Tobias Schmidt.
00:01:03: Dieses Podcast muss aber heute Gast sein, denn er hat den Parteitag live miterlebt und sich auch sonst viel mit der FDP beschäftigt.
00:01:11: Hallo Tobias!
00:01:12: –
00:01:13: Hallo Konrad!
00:01:15: Und für die wissenschaftliche Sicht ist Timo Lochrocki bei uns Politikprofessor an der Quadriga Hochschule.
00:01:20: Hallo Timo!
00:01:22: Ich hab's ja angekündigt, Tobias sowas vor Ort.
00:01:25: Wolfgang Kubicki sollte keinen Gegenkandidaten haben.
00:01:28: Er hat sich selber gewünscht, es wird ein Bundesparteitag der Geschlossenheit.
00:01:32: So geschlossen war das dann am Ende überhaupt nicht.
00:01:34: Es ging so knapp sechszig zu vierzig für ihn aus.
00:01:39: Kannst du mal schildern wie hast du diesen Moment erlebt als Marie Agnes Strackzimmermann ihre eigene Kandidatur angekünstigt?
00:01:46: Ist da die Temperatur im Saal gleich um einen paar Grad gesunken?
00:01:51: Nee, sie ist eher gestiegen!
00:01:52: Es war auf einmal eine ganz aufgeheizte Stimmung.
00:01:57: So etwas zwischen freudiger Erregung, ein bisschen auch bei uns Neutralen Beobachtern und totaler Entrüstung.
00:02:03: ob dieses ja man muss schon fast sagen empfundenen Dolchstoßes des Kubiki-Lagers weiß er wirklich hat er wirklich niemand mit gerechnet?
00:02:12: also ich habe vorher noch zu meiner sitznachbareren Joking League gesagt als es hieß jetzt bitte die Vorschläge ja es wird ja nur einer kommen oder wer soll denn sonst noch kommen?
00:02:22: Und dann war es tatsächlich so, dann kam jemand nach vorne.
00:02:25: Ich glaube das ist der Landesvorsitzende von Schleswig-Holstein, der FDP.
00:02:30: schlag mich tot.
00:02:32: Keine Ahnung, Namen ist mir gerade entfallen oder wusste ich damals auch schon nicht aber und hat halt ganz platt Bauernkubiki vorgeschlagen.
00:02:41: Dann kam vom Sitzungsleiter Patrick Döring den die Älteren vielleicht auch noch kennen.
00:02:48: Der war mal Generalsekretär unter Westerwelle und Philipp Rösler einfach in den Raum auf eine Frage gestellt, pro Forma gibt es weitere Vorschläge.
00:02:57: Und dann kam auf einmal Joachim Stamp nach vorne ehemaliger NRW-Landesvorsitzender und unter der Ampel Flüchtlingskoordinator – ich weiß nicht ob ihr euch daran noch ändern könnt – und legt dem Tagungspräsidium eine Liste hin mit dreiunddreißig Namen, geht ans Mikro und schlägt mit der Unterstützung von dreinunddreißig Bundesparteitagsdelegierten Marie Agnes Strack Zimmermann vor.
00:03:23: und es war schon eine kurz Schockstarre.
00:03:28: Und dann brandete aber in verschiedenen Bereichen des Saales Jubel auf.
00:03:33: dazu muss man sagen, dass unmittelbar der Wahl des Parteivorsitzenden voraus die Aussprache ging, die sich relativ lange hingezogen hat einige, teilweise auch prominente Vertreter des sozial-liberalen oder manche sagen auch links-liberellen Flügels genutzt haben.
00:03:53: Um wirklich nicht mit Kritik an der neuen designierten Führung zu sparen und auch das Verfahren des, sag mal einigens im Hinterzimmer und dann großen Aufschlags mit einem gemeinsamen FAZ Interview von Kubiki und Höhne, die das halt deutlich kritisiert haben.
00:04:09: Was hat das Delegierten da eine Wahlentscheidung genommen wurde oder eine Richtungsentscheiden, die sich anhand einer Personenwahl dann abspielen sollte, genommen wurde?
00:04:19: Und einem Konstantin Kuhle sei dazu nennen der das sehr deutlich zum Ausdruck gebracht hat aber auch andere Delegierte.
00:04:27: Von daher kam es jetzt inhaltlich nicht überraschend dass ist doch ein gehörigen gegen Wind, auch gegen Kubiki und vor allen Dingen gegen sein designierten Generalsekretär oder jetzt Generalsekreter Martin Hagen gab.
00:04:42: Der
00:04:42: ja nicht mal einen Gegenkandidaten hatte und trotzdem sehr schlecht abgeschnitten hat?
00:04:46: Der ohne Gegenkandidat noch ein Prozent oder ein halbes Prozent weniger hatte als Kubiki der gegen Starkzimmermann angetreten ist, wobei man sagen muss, dass Starkzembermann den ersten Teil ihrer Rede die meiste Kraft darauf verwendet hat Martin Hagen wirklich an den Pranger zu stellen und zu kritisieren.
00:05:06: Und man muss sagen, da hat sich ein paar Wirkungstreffer gelandet.
00:05:09: Martin Hage hat sehr schlechte abgeschnitten aber dieser Unmut der war schon vorher zu spüren und das ist auch eine gewisse nicht kleine Gruppierung gibt die nicht hinter Kubiki stehen oder hinter der Kanada Tourkubikis standen dass es gleich vierzig Prozent waren die sich so schnell ohne große Vorbereitung ohne großen innerbeteiligen Wahlkampf mobilisieren ließen, sobald ein Gesicht für ihre Haltung da war.
00:05:34: Das war, glaub ich, schon eine Überraschung.
00:05:36: also vierzig Prozent ist schon echt nicht wenig und ich glaube so nonchalant wie Kubiki darüber hinweggegangen ist um zu sagen ja ich mache jetzt nichts, um auf die Leute zuzugehen Und mein Erknis weiß wo der Hammer hängt.
00:05:50: Ich habe gewonnen mit sechzig Prozent Bin mir nicht sicher ob er das solange durchhalten kann.
00:05:58: Ja Timo Tobias hat ja gerade gesagt, also in den Tagesthemen hat Kubiki danach gesagt dass er gar nichts glaube ich oder gar nicht war.
00:06:11: seine Antwort auf die Frage ob er jetzt auf die andere Gruppe zugehen muss.
00:06:14: und bei Bild sagte er dann Streckzimmermann weiß jetzt wo der Hammer hängt.
00:06:17: Sie hat ihm die Hand dagegen gereicht in Interviews.
00:06:22: Jetzt sorgt Streit verlässlich für eine gute Berichterstattung.
00:06:25: Also auch im Vorfeld des Parteitags war es ja so, dass solange es mehrere Kandidaten gab und Richtungsstreits mit diesem Fluchtdatum des Bundesparteitags der im Kalender natürlich ist und damit selber ein medialer Aufhänger für Berichtestattung ist.
00:06:40: Dass es genug Berichtsstattung für die FDP auch gab das sie stattgefunden hat was für ne Partei überlebenswichtig ist gerade in dieser Situation.
00:06:48: aber aus politik wissenschaftlicher Sicht würde mich interessieren Ab wann kippt Streit eigentlich ins Schädliche um?
00:06:54: Man sagt ja, Wähler mögen keinen Streit.
00:06:56: Wie balanciert eine Partei das dann am besten aus?
00:06:59: Vor allem auch ne kleinere Partei zwischen der Notwendigkeit den Leuten irgendwie Diskussionsstoff und Gesprächsstoff zu geben auf der anderen Seite denn trotzdem ne Geschlossenheit an den Tag zu legen dass man auch bei ihnen ihr Kreuz machen will?
00:07:12: Ja die FDP-Stahnen gehen in einer ziemlich guten Lage also die Bürger treffen ihre Wahlentscheidungen eigentlich ziemlich spontan.
00:07:18: mittlerweile wenn man von Stammwählern absieht entscheiden sich die Wähler zum Großteil vier bis sechs Wochen vor den entscheidenden Wahlen.
00:07:26: Das heißt, wenn der FDP zu kurz nimmt auf die September-Wahlen sozusagen ist eigentlich die Botschaftsfähigkeit im August-September entscheidend.
00:07:34: Dann wird es wichtig sein dass sie dahin klingt, August-Jeptember gewinnen das eine gewisse Einheit in zwei drei Kernbotschaften hat.
00:07:43: Die liegen ja eigentlich auf der Straße, die Kritik an der Regierung bei den Kernthemen Steuer Wirtschaftswachstum Schulden Schuldenumgang als iterer pp.
00:07:53: Und das sind ja eigentlich Thematiken, wo sich strakt Zimmermann und Herr Kopik hier gar nicht groß unterscheiden.
00:07:58: Das ist glaube ich wichtig dass sie das hinkriegen auf dem Weg dahin also jetzt von Juni, Julai, August.
00:08:05: es ist durchaus in Ordnung wenn die Partei sich intern noch reibt und positioniert auch gerade wie du gesagt hast um durch ein öffentliches Ping-Pong Spiel parteientan Nachrichtenwerte zu generieren denn es ist ja ganz banal mediale Aufmessamkeit zu generierend braucht man das Ping-Pong Spiel, also braune Meinung und eine Gegenmeinung.
00:08:23: Und wenn die FDP sich intern sozusagen gesammelt hat, ist sie ja darauf angewiesen dass ihr Angriffe startet auf den politischen Gegner und der Gegner darauf reagiert.
00:08:35: Und das sozusagen dieser Herausforderung hat sie nicht so lange im internen Konflikt ist, der bei den Augen der Wähler in Sicherheit dann zu Ende sein sollte, wenn die Ostwallkämpfe Mitte August, September an Schwung gewonnen
00:08:47: haben.
00:08:49: Über die Ostwahlkämpfe reden wir später noch.
00:08:52: Tobias Kubicki ist ja ein Spezialist für das scharfe Wort, nicht er benutzt sich das Floretz sondern wahrscheinlich den Säbel und schießt gerne auch dem politischen Gegner an Stichwort Eierarsch gegen Friedrich Merz
00:09:07: usw.,
00:09:08: dass es nur das letzte prominente Beispiel du hast ja die Reden von Maria Agnes Zimmermann und auch Wolfgang Kubicki schon gestreift.
00:09:19: Und die Reaktionen darauf auch mitbekommen?
00:09:22: Hast du denn das Gefühl, dass Kubicki der Richtige ist?
00:09:28: Also ich habe mich ja auch viel mit FDP-Mitgliedern sympathisanten, delegierten Unterhalten im Warmen des Parteiteiges sowohl Gegnern als auch Befürworterinnen von Kubicki.
00:09:42: Ich glaube, das Argument was am meisten pro Kubicki vorgebracht wurde, war schon das was auch am offensichtlichsten ist.
00:09:48: Seine Bekanntheit und seine Beliebtheit über die Partei hinaus.
00:09:52: Es fiel immer wieder auch die Aussage dass man ja nicht die Parteitagsdelegierten von der Wahl der FDP überzeugen muss sondern die Wählerinnen und Wähler.
00:10:06: Und da schwangen dann schon immer mit des Kubikischonendes Asset ist ich meine den kennen die Leute, den kennt die Leute auch schon sehr lange Den finden die Leute ja auch auf so eine ja kautzige Art und Weise doch sympathisch, weil ihnen ja doch auch oder immer das Gefühl gibt.
00:10:24: Immer das Herz auf der Zunge zu tragen, immer das zu sagen was er gerade denkt, auch immer einen ein raus zu hauen.
00:10:30: Und ich glaube viele Leute wären gerne ein Stück weit wie Kubiki.
00:10:35: also einfach mal auf den Tisch hauen und einfach mal die Aussage Und hat ja auch eine ganz spannende Sache gesagt, der meinte erst Rechtsanwalt.
00:10:43: Das heißt er weiß ganz genau wie er Leute beleidigen kann ohne dass es justiziabel wird.
00:10:48: was ja auch irgendwie ne ganz spannender Aussage ist und das ist glaube ich einfach das erste, dass Kubiki halt mit seiner Persönlichkeit kommt.
00:10:57: wenn's jetzt um politische Inhalt geht das hast du Timo ja gerade auch schon gesagt die inhaltlichen Unterschiede zwischen Kubiki und Strackzimmermann oder zwischen dem Sag mal Kubiki Lager und dem Strack Zimmermann Lager gar nicht so groß sind.
00:11:11: Seit übrigens auch Martin Hagen gesagt im Deutschlandfunkinterview hat er gesagt, neunzig Prozent der Fällen stimmen wir überein.
00:11:18: Er hat noch gesagt die restlichen zehn wurden jetzt entschieden.
00:11:22: aber das sagt interessanterweise auch Strack Zimmermann und ihr Lager selbst die sagen Hauptkehrenpunkt war nicht politische Inhalte, sondern das war eine stilistische Frage.
00:11:34: Das war ne habituelle Frage, das war ne Frage des Auftritts wo man sagt okay, Strackzimmermann hat jetzt vielleicht auch nicht unbedingt ein konsilienteres Auftreten als Wolfgang Kopiki.
00:11:45: beim Kern ging es natürlich um die politische Ausrichtung.
00:11:48: also öffnen wir uns nach rechts oder positionieren wir uns als FDP Zwischen CDU und AfD.
00:11:58: Und sind quasi eine Membran zwischen CDU und AFD, d.h.
00:12:03: CDU-Wähler die zur AfD abwandern wollen, bleiben dann irgendwo in der FDP hängen.
00:12:09: Das ist das Auffangbecken für enttäuschte Konservative oder enttäuschte Märzwähler, die sonst zur AfD gehen würden.
00:12:17: Oder muss sich die FDP als eine unabhängige Kraft der politischen Mitte positionieren?
00:12:27: zwischen allen Parteien steht, aber vor allem halt zwischen dem Rechten und dem linken Lager.
00:12:32: Und quasi anstoßfähig ist in die rechte Mitte, aber auch in die linke Mitte.
00:12:36: Das ist so ein bisschen die Grundsatzentscheidung, die ich sehe.
00:12:40: Da ist ja vor allem die Person von Martin Hagen sehr spannend.
00:12:44: Es gibt ja auch das oder einen... FDPler, mit dem ich gesprochen habe hat das Bild geprägt.
00:12:49: Kubiki ist zwar jetzt das Gesicht des Neugesicht der FDP aber der Kopf des Gehirn hinter dieser ganzen Aktion ist Martin Hagen.
00:12:56: Wenn man sich anschaut was hat Martin Hage vorher gemacht?
00:12:59: Er war Geschäftsführer von R-Ir.
00:13:02: Das ist ein konservativer Think Tank und ich sage bewusst Konservative nicht liberalkonservativa weil es sind zum Beispiel Leute da wie der Politikwissenschaftler Andreas Reuder Der Bücher schreibt über den Konservatismus im einundzwanzigsten Jahrhundert.
00:13:17: Da ist auch die immerlege Bundesfamilienministerin Christina Schröder drin, auch eine konservative und eben keine Liberale.
00:13:25: Und ich habe auch Stimmen gehört wie gesagt haben ja Martin Hagen ist auch ein konservativer und kein Liberaler.
00:13:30: also da ist die wahrscheinlich angestrebte inhaltliche Ausrichtung schon klar.
00:13:39: Wenn wir schon bei Personalien sprechen müssen, natürlich über Marie Agnes Strack-Zimmermann jetzt auch sprechen.
00:13:44: Timo müsste die jetzt zurück ins Glied, also diese Geschlossenheit anzeigen.
00:13:50: Sie selber bietet ja eine andere Strategie an, sagt in einem Interview mit TierOnline Wir haben gezeigt dass die FDP pluralistisch ist und unterschiedliche Gruppen besteht Auch unterschiedliche Stylistiken an den Tag legt Tobias hat es eben gesagt Und dadurch möchte sie auch unterschiedliche Gruppen ansprechen, die potenziell empfänglich sein könnten für Themen der FDP.
00:14:14: Und da wäre meine Frage ist es denn für eine kleine Partei überhaupt sinnvoll mit der Schrotflinte zu schießen und zu versuchen viele zu treffen?
00:14:24: oder wäre es nicht viel mehr besser eine einzige Wählergruppe zu identifizieren?
00:14:30: Und dann doch ein bisschen präziser die anzusprechen und dazu eben am Ende eine geschlossene Partei zu haben, wo die Unterlegenden dieses Parteitags vielleicht dann doch einmal mehr dem Mund halten?
00:14:43: Es hängt ganz davon ab, welche Wählergruppen man gerade zielt oder welche Wahlen gerade entscheidend ist.
00:14:48: Also wenn wir jetzt quasi glauben bis zum Beispiel für die Zukunft der FDP oder von Herrn Kubicki, die unmittelbaren Ostwahlen ganz zentral sind ja, ist wahrscheinlich ein wertkonservatives Profil aller Kubikki und einer Einheit hinter dem erstmal klug.
00:15:04: Wenn es dann quasi um die Westwahlen geht, Schleswig-Holstein, Bremen oder Drenfers Pfalen.
00:15:08: Also vor allem NRW, wo der liberale Flügel der FDP besonders stark ist, ist natürlich so ein Facettenreichtum ebenfalls sehr hilfreich.
00:15:18: Diese Wahlen werden ab und durch auf den letzten Metern entschieden – zwei, drei, vier Wochen vorher.
00:15:23: Und das muss man ja offen sagen ob die FDP Erfolg haben wird in den nächsten sechs bis neun Monaten mit zu einem geringsten Teil an der FDP selbst liegen Sondern den Debattenräumen, die ihnen die anderen Parteien anbieten.
00:15:35: Und vor allem das muss man auch ganz offen sagen was die FDP braucht ist dass sie anderen Mitterparteien die FDP doof finden weil nämlich nur dann sozusagen wird ihr Aufmerksamkeit hergestellt.
00:15:47: Das heißt alles was diese FDP jetzt tun muss ist sozusagen die andere Partei genug zu ärgern Dass Sie auf sie reagieren.
00:15:55: Wenn es jetzt um Frau Stachzimmermann geht würde ich sagen er könnte meine Theoretie sagen da gibt's eine ideale Arbeitsteilung.
00:16:02: Herr Kubicki macht Wirtschaft und Migrationspolitik von mir aus.
00:16:06: Und Frau Zimmermann, Bürgerrecht und Außenpolitik – aber es ist ja irgendwie ziemlich offensichtlich dass Bürgerrecht oder Außenpolitik gerade nicht so salient sind wie Wirtschafts- und Migrationfragen.
00:16:17: Das heißt also wahrscheinlich macht das schon Sinn in der aktuellen Debattenlage.
00:16:21: Also wirklich muss man klar sagen in den nächsten sechs bis neun Monaten, dass Frau Stratzimmermann und Herr Kubicky sich über auf die großen Linien verständigen.
00:16:29: und zwei, drei Kernbotschaften untereinander absprechen.
00:16:33: Und ich glaube da anknüpfen.
00:16:34: das was Tobias gesagt hat ist für die mittlere unlangfristige Erfolgsfähigkeit der FDP wird es die entscheidende Frage sein wird die FDP eher auf Wirtschafts-Sozialpolitische Thematiken gesetzen oder eben auf Kulturkampf thematiken?
00:16:49: Da können wir nachher noch mal näher darauf eingehen.
00:16:52: Ich glaube dass ist eigentlich die wohl und wehe Fragen in der FDP und damit hängt auch extrem viel davon ab der CDUC, so unter ganzen demokratischen Mitte.
00:17:02: Ich glaube das ist viel entscheidender als Links-, Rechts- und Namen.
00:17:05: diese Grundsatzfrage welchen Themenblock wollen die eigentlich besetzen?
00:17:10: Wenn ich da kurz direkt einhaken darf vielleicht es spannend finde du hast gerade gesagt dass die wirtschaftspolitischen Fragen ja viel viel wichtiger sind und fragen der Bürgerrechte grade nicht so eine Rolle spielen.
00:17:21: Das war nicht mal einen Eindruck auf dem Parteitag.
00:17:23: Es wurde tatsächlich überraschend wenig über Wirtschaftspolitik gesprochen sehr viel über diesen ganzen Block Meinungsfreiheit, Unabhängigkeit, Freiheit vor dem Gesetz.
00:17:37: Es gab zum Beispiel einen Fragesteller, es gab dann auch so eine Fragerunde wo beide also nach den Reden von Kubiki und Strackzimmermann jeweils Fragen aus der Delegierten beantworten sollten und ein Fragestell hat ganz konkret gefragt An sie beide, wie viele Strafanzeigen nach Paragraphen.
00:17:57: Ich glaube das ist hundert und achtzig.
00:17:58: Also dieser Politiker-Beleidigungsparagraph haben Sie gestellt!
00:18:02: Und die Antwort von Gubiki war halt null und die Antwort vom Starkzimmermann war... also jetzt sieht man keine Zahl gesagt aber es hat bekannt dass sie sehr häufig Beleidigung anzeigt.
00:18:13: Das war schon, als die Frage gestellt wurde haben ganz viele applaudiert.
00:18:17: Weil natürlich ganz klar war in welche Richtung es geht und das ist glaube ich gerade schon eine Thematik, die die Liberale Seele sehr berührt.
00:18:25: Und deswegen habe auch mal scherzhaft gesagt dass was die FDP eigentlich jetzt am meisten braucht.
00:18:30: Ist eine neue Pandemie?
00:18:31: Ja weil dann sind ihre Themen grade die liberalen freiheitsrechtlichen Themen.
00:18:37: Dann sind die on Vogue ja dann haben die Konjunktur.
00:18:43: Wirtschaftspolitik war eigentlich eher unterbetont beim Parteitag und an jeder Ecke stand irgendwas von Freiheit.
00:18:49: Also ich glaube, dieses Wort Freiheit und das Gefühl der individuellen Freiheit des Endes der vermeintlichen Bevormundung von gesellschaftlichen Eliten durch den Staat, Sprechverbote
00:19:03: etc.,
00:19:03: PP – das ist, glaube ich, das eigentliche Kernthema was die FDP jetzt für sich ausgemacht hat und was auch auf Kongubiki bespielt?
00:19:10: Ihr
00:19:11: habt ja beide klar gemacht Dass es darauf ankommt, welche Themen Konjunktur haben.
00:19:16: Welche Themen auch gerade medial stattfinden um dann als FDP sich zu positionieren reinzuspringen den eigenen Senf abzugeben.
00:19:26: da ist ja Kubiki einschläge ich einfach stark.
00:19:29: Er ist ja schon seit mehreren Monaten, wenn nicht Jahren bei Bild auf der Kurzwalt-Taste.
00:19:33: das heißt, wenn irgendwo etwas Linksgrünes Dorf gefunden werden muss kann man im Zweifel immer Wolfgang Kubicki anrufen und er findet es dann verlässlich auch Dorf mit sehr kreativen Worten die er dafür findet.
00:19:46: Das ist eine mediale Strategie um als Partei weiterhin stattzufinden.
00:19:50: Das ist ja auch etwas womit Kubicki selber explizit angetreten ist mit dieser Kompetenz, das er gesagt hat Leute stellt euch irgendwie neu auf.
00:19:58: Ich sorg dafür dass wir sichtbar bleiben.
00:20:01: Tobias meine Frage wäre reicht es für die FDP als ganzes auch in der Komplexität der verschiedenen Politik Angebote die die Partei machen will wenn Wolfgang Kubicki dreimal die Woche irgendwas im Bild doof findet oder müssten da auch andere absteppen und sozusagen auch den Weg nach vorne suchen und sich zu anderen Themen dann positionieren?
00:20:24: und glaubst du Kubiki würde das überhaupt zulassen?
00:20:29: Also welche relevanten FDP-Politiker zwischen dem Jahr zehntausend, dreizehn und zweitausend siebzehn kannst du mir nennen die medial präsent waren außer Christian Lindner.
00:20:40: Es war fies dass ihr jetzt auch so Christian Lindler gesagt hast naher Konstantin Kuhle
00:20:45: in der breiten Bevölkerung.
00:20:47: wer saß in Talkshows?
00:20:49: wer hat große Interviews gegeben?
00:20:52: alle paar Jahre gehört Baum aber den gibt's nicht mehr.
00:20:55: Also ich glaube, gerade die FDP hat doch bewiesen dass in der außerparlamentarischen Oppositionen die Konzentration auf eine zentrale Spitzenperson super funktioniert wenn diese Person sowohl beliebt als auch glaubwürdig ist und Themen bespielt die Leute interessieren.
00:21:14: Und deswegen glaube ich jetzt kurze Antwort auf deine Frage.
00:21:19: Ich glaube das kann reichen.
00:21:20: also es darf natürlich nicht nur monatematisch bei Bild oder jetzt wie am Montag bei News sein.
00:21:27: Also da muss er sich vielleicht auch ein bisschen breiter aufstellen, aber er war natürlich auch zum Beispiel beim Bericht aus Berlin am Sonntagabend.
00:21:38: also das heißt er tritt schon auf.
00:21:41: und das zweite ist auch Maria Agner-Strakzimmermann hat ja ihre Auftritte gehabt, sie hat Dienstag, heute ist Dienstag ne?
00:21:48: Er hat am Montag zum Beispiel ein großes Interview in der Zeit gehabt, wo sie nochmal darlegen konnte wie das alles abgelaufen ist.
00:21:57: Sie wird definitiv auch ein öffentlicher Faktor bleiben.
00:22:00: die Frage ist ob man das konstruktiv gemeinsam nutzen kann oder ob es eine dauerhaft öffentlich inszenierte Schlammschlacht wird?
00:22:08: Wenn ich da mal etwas zu sagen kann weil du vorhin gemeint hast Tobias dass die Unterscheidungen Auf dem Parteitag war er eher eine habituelle, denn eine innerliche.
00:22:17: Wenn wir aber jetzt mal uns anschauen... Wir haben diese Tonkshowformate wo aus jeder Partei einer sitzt.
00:22:23: Ein habituell gesehen und vom Diskussionsansatz sind Kubicki und Stark Zimmermann im Vergleich zu den anderen extrem verwandt.
00:22:31: Extrem gleich!
00:22:32: Das heißt sozusagen eigentlich schießen die komplett mit der gleichen Flinte.
00:22:37: Diese Differenz ist nur in der Bindung anbieten besonders sichtbar oder wird überzeichnet.
00:22:41: Aber eigentlich, wenn die sich auf zwei, drei Thematiken fokussieren würden, glaube ich ist der Effekt auf dem politischen Gegner oder für den Bürger relativ übertragbar.
00:22:51: Also wenn sie klug sind, teilen die sich natürlich quasi die öffentlichen Auftritte auf und verdoppeln ihre Schlagzahl dadurch.
00:22:58: Und ich glaube es ist auch durchaus möglich also wir haben ja vorhin schon darüber gesprochen ob man sich nicht auf eine Wählergruppe konzentrieren sollte und auf einen thematisch verengern.
00:23:07: Also wo willst du denn dein Themenfeld verbreitern?
00:23:10: wenn ich in der Opposition, zumal in einer außerparlamentarischen Opposition weil du ja im Endeffekt noch nicht liefern musst.
00:23:18: Sondern du kannst erst mal allen alles versprechen und alle Themen gleichzeitig bespielen und so viele Wähler einsammeln wie möglich.
00:23:26: Deswegen hat die FDP auch immer aus der Opposition heraus zweistätige Ergebnisse geholt und in der Regierung sind sie aus dem Bundestag geflogen.
00:23:35: Weil Sie natürlich in der zwei FDP-Kerngruppen gleichzeitig bespielen.
00:23:41: Das sind einmal die eher konservativ tickenden Besitzstandswahrer, die adressiert auch Kubikier am stärksten und das sind junge Leistungs- und Aufstiegswillige.
00:23:52: Und diese beiden Gruppen haben dann tatsächlich wenn es um konkrete Policies geht gar nicht so viel miteinander zu tun und dass ist halt immer dann aufgefallen, wenn sie in Regierungsverantwortung waren und sich für eine Gruppe entscheiden mussten.
00:24:05: Timo ein weiterer... Kanal, um eine starke Präsenz aufzubauen sind ja die online Kanäle.
00:24:12: Da hat die AfD das sehr vorgemacht.
00:24:14: ihr waren die traditionellen Medienkanäle verschlossen viele also sehr lange.
00:24:20: für sehr lange Zeit sind AfD-Politiker auch wenig interviewt worden haben ja auch messbar weniger talkshow Auftritte gehabt gemessen an ihrem Anteil an den Parlamenten seit zwei tausend siebzehn und dementsprechend sich stark online aufgestellt sind, auf TikTok eine Macht.
00:24:37: Auf YouTube eine Macht nicht.
00:24:38: erst seit gestern ist das für ne kleine Partei wie die AfD aus anderen Gründen auch überlebenswichtig sich jetzt so eine Online Präsenz aufzubauen um noch durchzudringen selbst wenn man nicht zu jedem Thema dass medial jetzt eine große Rolle spielt gehört wird oder von den etablierten Medien in die erste Reihe geholt wird.
00:25:01: Ich glaube mit Sicherheit ist das auf mittlere Sicht natürlich total relevant für die FDP, diese digitale Präsenz und unabhängige Sendefähigkeit herzustellen.
00:25:09: Aber ich glaube aber dass die FDP gerade im Gegensatz zu AfD vor all den Jahren in einer unglaublich viel günstigeren Situation ist.
00:25:16: zwei Gründen heraus.
00:25:17: Das eine sozusagen die deutschen Leitmedien suchen ja händeringend Liberale oder Konservative wie immer man sie nennen möchte ab Sender denen den Anführungszeichen unbedenklich Sendezeit geben kann.
00:25:30: Also ich glaube sozusagen, dass die ganzen klassischen Medien unglaublich dankbar sind, dass da endlich jemand ist rechts von der Friedrich-Merz CDU, dem man unbedenklich Ehrtime geben kann.
00:25:42: Das ist das eine, dass sich die FDP wirklich wenige Sorgen machen muss ganz im Gegenteil.
00:25:47: und das zweite ist anknüpfen an die thematischen Fragen, die wir vorhin benannt haben.
00:25:51: Ich glaube auch, dass für die FDP Rank and File das Freiheitsthema zentral ist.
00:25:55: Aber das ist ja eigentlich wie immer so, dass das was ein Parteitag wichtig ist.
00:25:58: Ist der Bevölkerung meistens egal und umgekehrt.
00:26:01: Und sozusagen die zentrale Möglichkeit für den FDPs Jahr, dass es jetzt diesen vermeintlichen Sommer oder Herbst der Reformen gibt schon wieder und sozusagen das hier natürlich eine Menge low hanging Fruits gibt und die FDP natürlich höchstwahrscheinlich auf mediale Debatte stoßen wird wo wenn's gut läuft der Grundtrainor sagen, seien wir zu großen Koalitionen.
00:26:26: Naja immerhin okay und das natürlich ist eine Möglichkeit der Kommentierung für die FDP.
00:26:32: Das ist ein Himmelsgeschenk ohne Ende weil dazu A wie folgt hat Wollte die AfD nicht?
00:26:37: Und B hat die AfD auch ne geringe Rapsende Kompetenz als die FDP.
00:26:40: also ich mach mir quasi um diese Ehrtheim von der FDP unabhängig von digitalen Fragen zumindest in den nächsten Monaten überhaupt keine Sorgen.
00:26:47: Wir haben ja schon angefangen über Themen zu sprechen.
00:26:50: Lass uns die Themen, Tobias jetzt auch mal parteipolitisch kartieren.
00:26:55: wenn wir jetzt spezifische linksliberale Themen nehmen da hat es ja von den vierzig Prozent die jetzt wissen wo der Hammer hängt die Hoffnungen gegeben auch verlorenes Wählerpotenzial wieder zurückzuholen das zum Beispiel zu den Grünen abgewandert ist vielleicht auch Zu der Linken würde ich mal sagen, die ein zwei, die das gewesen sind insgesamt aber vornehmlich eben dieses grüne Milieu anzusprechen.
00:27:24: Glaubst du denn dass es noch eine begründete Hoffnung gibt auch in solchen Themen einer Alternative als FDP darzustellen oder ist das jetzt mit einem Parteichef Wolfgang Kubicki begraben diese Hoffnung?
00:27:37: Ich habe gestern auf Twitter oder X gelesen, ich weiß leider nicht mehr von wem.
00:27:43: Aber da hat jemand den rund umstreckt Zimmer nahegelegt doch geschlossen zu Volt überzutreten.
00:27:51: dann hätte man wieder wie in der Weimarer Republik und davor eine rechtsliberale oder national liberale Partei und eine sozial liberale oder linksliberal Partei.
00:28:05: Und ich bin mir tatsächlich nicht sicher in den meisten anderen oder in vielen anderen Ländern, beispielsweise auch in den Niederlanden gibt es ja rechtsliberale oder konservativ liberale und linksliberal Kräfte.
00:28:18: In wiederum anderen Ländern sind die liberalen Parteien deutlich sozial liberaler vom Profil her, beispielsweise die Nios in Österreich oder die Liberal Democrats in UK.
00:28:32: Ich bin mir nicht sicher, ob in der linken Mitte noch so viel Platz für diese liberale Kraft wäre.
00:28:39: Weil da tatsächlich schon durch Grüne und die Reste der SPD ziemlich viel bedeckt ist.
00:28:49: Und ich glaube auch dass die Basis des Liberalismus in Deutschland zu schmal ist gerade auch im Vergleich zum angelsächsischen oder angloamerikanischen Raum.
00:29:03: Weil in Deutschland, Deutschland hatte nie besonders Staatstragen oder staatsprägende liberale Parteien der Liberalismus war immer so ein bisschen unter dem Radar weil die deutsche Linke ist traditionell eher kollektivistisch geprägt und die deutsche Rechte ist traditionellt eher autoritär geprägt
00:29:23: und
00:29:24: deswegen war für den liberalismus immer wenig Platz.
00:29:27: und deswegen bin ich mir nicht sicher Ob es für zwei getrennte liberale Parteien, ob die für sich überlebensfähig wären.
00:29:36: Deswegen glaube ich das ist schon diese historische Leistung von Theodor Häus auch damals diesen liberalen Strömungen eine Partei zu machen dass er schon nach wie vor der richtige Weg ist.
00:29:47: Timur Die Alternative ist nach rechts zu schauen und von dort unzufriedene Menschen ins FDP-Lager holen oder zurück holen zu wollen.
00:29:57: Da gibt es aber immer wieder Stimmen aus der Politikwissenschaft, die sagen das eindeutig durch Studien gezeigt ist dass Parteien sowohl konservative Parteien als auch liberale Parteien eigentlich immer darunter leiden wenn sie in der Themesetzung rechten Parteien hinterherlaufen.
00:30:14: jetzt haben wir eine Führung gewählt bekommen bei der FDP die eigentlich genau diesen Plan hat.
00:30:19: kann er dann eigentlich nur scheitern?
00:30:22: Ich würde kurz Ergänzungen zum Tobias anfügen.
00:30:25: Ich glaube, die FDP ist natürlich gut beraten sich ein Programm zu geben das mehrere Facetten aufweisen kann und natürlich irgendwie so eine Korrektidee von Liberalismus einfach darstellt.
00:30:37: aber das ja was für einen Parteitag?
00:30:38: Die Frage ist dann mit welchen Thematiken geht man raus und geht man in die Bütte?
00:30:41: und da bin ich ganz bei dir sozusagen dass ich glaube die Idee, dass man quasi zwischen SPD Grüne und Linkspartei eine linksliberale Partei reinschiebt vollkommen unmöglich in meinen Augen.
00:30:50: In der aktuellen politischen Konstellation.
00:30:54: Und dann zur Frage, stichwort Rechtsruck und da hast du vollkommen recht.
00:30:58: Da ist sogar Rete quasi in Anführungszeichen die Forschung.
00:31:00: es sei klar das dem ist aber gar nicht so.
00:31:02: Es ist viel komplexer und zwar hängt es zwei Dingen einmal auf welchen Thematiken positioniert sich eine Mitte-Rechtspartei denn rechts?
00:31:11: sind das Wirtschaftssozialpolitische Fragen oder sind das Kulturkampf Fragen also Migration Integration?
00:31:18: Das zweite ist Können die halten, was sie versprechen oder können sie es nicht halten?
00:31:23: Und was diese internationalen Studien immer sagen ist.
00:31:26: Wenn eine Mitte-Rechtspartei auf einem Kulturkampfthema Migration Integration nach rechts geht und dann in der Regierung nicht liefern kann Dann schadet ihnen.
00:31:36: das sieht man ja am besten gerade bei der CDUC so Die mit migrationspolitischen Forderungen Wahlkampf gegangen ist die sich nicht halten hat können und dass schadete er enorm gerade.
00:31:44: oder dass sie quasi alle drei vier Monate den Integrationsdebatten anführungszeichen über einen Zaun getreten haben bis vor einigen Monaten und dann natürlich sie nicht liefern konnte, weil der Koalitionspartner oder Europarecht oder schließlich die Realität einfach das verhindert hat.
00:31:58: Das würde auch für die FDP nicht funktionieren.
00:32:01: Was aber funktionieren kann ist natürlich eine Positionierung in wirtschaftspolitischen Fragen rechts der CDU CSU muss man ja sagen eine wirtschaftspolitische Positionierung rechts der CDO.
00:32:12: CSU ist ungefähr so schwer wie ein Matchbox-Auto auf dem Realparkplatz zu parken da es riesig viel Platz Und sozusagen da.
00:32:20: einfach gibt es unglaublich viele Möglichkeiten für die FDP.
00:32:23: Das, sozusagen würde ich auf lange Sicht überhaupt nicht schaden.
00:32:26: Es sei denn natürlich der FDP bezieht irgendeinen absolut verrückte Positionen und es gibt nie wieder neue Verschuldungen.
00:32:32: Muster neun zwanzig in die Regierung.
00:32:34: natürlich gibt sie wieder Neuverschuldung.
00:32:37: also im Satz würde ich sagen wenn die FDP jetzt in Kulturkampf thematik nach rechts will würde das wahrscheinlich jetzt der AfD nutzen.
00:32:46: ganz sicher Vielleicht der FDP zwei, drei Prozentpunkte geben.
00:32:49: Es würde aber auch die AfD-Thematik nach oben ziehen.
00:32:52: Die FDP müsste in der Regierung wieder in die Mitte.
00:32:54: Es wird die FDP dann wieder enorm einfach untenziehen?
00:32:57: Das gibt nicht!
00:32:59: Wenn sie in Wirtschafts- und Sozialpolitischen Fragen nach rechts geht... ...würde ich vermuten ist das DIE Gewinnerformel der FDP für den nächsten zwei oder drei
00:33:07: Jahre.".
00:33:08: Mal übergreifend formuliert, da kursieren ja bezüglich des Wählerpotentials.
00:33:13: Wie viele Leute könnten sich vorstellen überhaupt die FDP zu wählen?
00:33:17: Unterschiedliche Zahlen also von Politikwissenschaftlern habe ich gelesen.
00:33:21: Fünfzehn bis zwanzig Prozent.
00:33:23: der neue Generalsekretär der FDP spricht von zwanziger bis fünfundzwanziger Prozent.
00:33:28: wie viele sind es denn jetzt?
00:33:31: Gute Frage!
00:33:32: Keine Ahnung ist auch vollkommen wurscht in meinen Augen weil die entscheidende Frage ist nicht ob die FDP jetzt kommt, sondern kommt sie über fünf Prozent und kann dann mit der ganze Koalitionsarithmetik verändern.
00:33:43: Und da sozusagen ist es vorstabt die fünf Eins kriegen oder zwölf drei oder zwanzig eins.
00:33:48: Die Frage wird sein Schafte sozusagen in die FDP wieder ein bundespolitischer Player zu werden damit der Union eine Chance zu geben bei den Bundestagswahlkämpfen bürgerliche Mehrheiten oder stark bürgernicht gefärbte Mehrheiten ohne die AfD zu ermöglichen.
00:34:05: Das will die strategische Kalkulation der CDUC mit der AfD grundlegend verändern.
00:34:10: Das hat einen riesigen nationalen Effekt, das würde nämlich bedeuten dass die Union eine ganz andere Debatte über die AfD hätte, das erste Punkt und das zweite ist in meinen Augen schafft es die FDP ein Impulsgeber zu sein, der die Thematiken die gerade auf der Straße liegen.
00:34:31: wie der Prägenante, ins öffentliche Bewusstsein hineinzubringen als aktueller Fall ist.
00:34:34: Und wenn das gelingt, wäre die FDP ein Akteur dazu eine Versachlichung der Debatte beitrüge.
00:34:40: Wenn die FDP aber natürlich jetzt in den Kulturkampf einsteigt, nutzt das der AfD, macht die Debatte emotionaler und würde auf kurz oder lang wahrscheinlich einer Öffnung der Union nach rechts beschleunigen.
00:34:55: Bevor wir uns ... Abschließend immer mit der Kurzstrecke beschäftigen noch mal einen Blick ins kommende Jahr.
00:35:01: Da steht ja im April die NRW-Wahl an und NRW ist ja ein besonderes Bundesland für die FDP, weil sie die letzte Erneuerung dieser Partei nachdem Sie zwei Tausend Dreizehn aus dem Bundestag rausgeflogen ist hat in NRW mit NRW Parteistrukturen da waren sehr stark.
00:35:17: Da haben sie auch Leute gehabt, die Vollzeit für sie gearbeitet haben und für sie auch Strategien und Konzepte entwickeln konnten was nicht unerheblich ist.
00:35:28: Wie
00:35:29: wichtig ist NRW und ist das jetzt Tobias aus deiner Ansicht auch das absolute Endspiel für die FDP?
00:35:38: Gerade jetzt im Hinblick auf Henning Höhne, der ja aus NRW kommt, jetzt beschädigt worden ist durch den Parteitag... wie siehst du das also?
00:35:47: könnte nach NRW wenn es in die Hose geht das Licht ausgeht?
00:35:51: Also vielleicht erst mal ein Wort zu Henning-Höhne.
00:35:53: ich sehe Auch so, dass er vor allem durch die Kandidatur von Marjagnas Strack Zimmermann durchaus beschädigt wurde.
00:36:01: Seine Rolle war ja dieses Brückenbauers zwischen diesen innerparteilichen Lagern und er sollte eigentlich als erster stellvertretender Parteivorsitzender das Gesicht des, ich sag mal, Strackzimmermann-Flügels in der FDP im Parteivorstand sein weil sie hat ihn unterstützt.
00:36:19: Sie war die prominenteste Unterstützerin Und sie war ja dann durch die, das plötzliche Bündnis zwischen Kubiki und Höhne rausgekegelt.
00:36:29: Hat quasi das Team gewechselt.
00:36:31: Und jetzt als diese Abstimmung war, dass die Sechzig zu Vierzig für das Stratzimmermann Lager verloren gegangen ist, stand Höhene auf der anderen Seite.
00:36:40: Er stand bei den sechzig Prozent hinter Kubiki.
00:36:42: Das heißt er hat natürlich in dem Lager was ihn eigentlich unterstützt hat Die Anerkennung ein Stück weit verloren.
00:36:49: Ihr ermittelprächtiges Ergebnis von einen Seventy Prozent bekommen bei seiner Wahl zum ersten Stellvertreter.
00:36:57: Und ich muss dazu sagen, auch als jemand der das beobachtet hat.
00:37:01: die Halle war auch während seiner Bewerbungsrede dann.
00:37:04: er hat sich etwas gelehrt weil natürlich die Leute vorher zwei Stunden lang auf ihren Sitzen saßen und halt die beiden anderen Reden gehört haben und angeweitet haben bis das Ergebnis verkündet wurde.
00:37:14: Das heißt der Moment wo alle sich einen Kaffee geholt haben oder die ersten vielleicht auch schon ein Weißwein am GDV-Stand.
00:37:22: Das war halt der Moment, wo Henning Höhne dann sprechen musste.
00:37:25: Es war auch ein bisschen unglücklich.
00:37:28: Ich glaube aber schon dass er da auch wieder herausfindet aus dieser Rolle und ich glaube schon das die Partei dann doch auch wie ein Mann oder eine Frau oder eine Person hinter ihm stehen wird bei der NRW Wahl.
00:37:40: denn es ist die wichtigste Wahl die jetzt für die FDP zwischen jetzt und der Bundestagswahl ansteht.
00:37:49: Und ich würde vielleicht sogar so weit gehen zu sagen, es ist nicht die nächste große Chance, sondern es ist dann tatsächlich auch die letzte Chance.
00:37:57: Also das was man vorher über Baden-Württemberg gesagt hat, die letzte Patrone – was Rückblinken ein großer Fehler war, weil wir natürlich hätten einkalkulieren können, dass man verliert.
00:38:09: Das gilt glaube ich für NRW wirklich.
00:38:13: Klar, es gibt noch Wahlen Nächstes Jahr in Schleswig-Holstein, Wahlen in Bremen, Walen im Saarland.
00:38:20: Alles vergleichsweise kleine und wenig relevante oder nicht despektivlich gemeint aber nicht so relevante Bundesländer wie NRW.
00:38:30: Dazu kommt dass der Landesverband in Schleiswig- Holstein auch zerstritten ist.
00:38:34: Der Landesvorsitzende von Schleiskwich-Holtstein hat Kubiki nominiert und der stellvertretende Landesvorschutz sollte Generalsekretär von Stark Zimmermann werden Und wusste halt quasi schon einen Tag vorher von ihrer Kandidatur.
00:38:49: Das heißt, da kann man sich auch nur denken wie es in diesem Landesverband aussieht und die sollen nächsten Frühling eine Landtagswahl führen.
00:38:57: Da kann man schon mal viel Spaß wünschen!
00:39:00: Nein und NRW wird geeint hinter Hendinghöne stehen... Es war die Keimzelle des Wiederaufstiegs, das war ja auch Eine ganz gute Choreografie, weil da waren halt auch im Frühling.
00:39:14: In Schleswig-Holstein und in NRW mit Kubiki und mit Lindner als Spitzenkandidaten.
00:39:19: die sind beide damals, glaube ich zweistellig in den Landesparlamenten gezogen.
00:39:23: Und mit diesem Rückenwind hat es hier dann am September zwei Jahrzehnte wieder in den Bundestag geschafft.
00:39:29: Ich glaube ganz so swimmingly wird das diesmal nicht aber ganz eindeutig der Fokus ist jetzt... Ich glaube, Sie sind in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr relativ chancenlos.
00:39:43: Ich glaube im Berlin sieht es ein bisschen anders aus weil das Teilnehmerfeld da so unterirdisch ist wenn man sich die Spitzenkandidaten anschaut vielleicht mit Ausnahme von Stefan Krach aber der hat natürlich das Problem einer komplett dysfunktionalen Partei dass hier ich der FDP tatsächlich noch was zutrauen würde.
00:40:02: aber ansonsten ist ganz klar sind der Schlittich Holstein Nordrhein-Westfalen, die alles entscheidenden Wahlen für die FDP.
00:40:09: Wenn das gut geht dann glaube ich wird Kubik hier auch erst mal weitermachen bis zur Bundestagswahl und wenn es in Jehoze geht dann wird sich schon eng ein Verwalter der Konkursmasse finden.
00:40:21: Die letzten genannten Bundesländer sind ja die Ost-Bundesländer, in denen im Herbst in Deutschland gewählt wird.
00:40:27: Da hast du ja die Lage der FDP etwas umrissen.
00:40:31: Im Vorgespräch auf diesen Podcast Timo hast du mich verblüfft mit einer E-Mail wo du mir angekündigt hast.
00:40:37: Im Osten könnt ihr die FDP die anderen Parteien und vielleicht sogar die ganze Demokratie retten.
00:40:42: das fand ich eine sehr steile These aber finde sie zu schön um sich jetzt nicht einmal kurz ausführen zu lassen weil das denke ich auch ein ganz schöner Ausklang unseres Podcasts.
00:40:54: Ja, sehr gerne!
00:40:55: Also was die FDP im Osten angeht bin ich nicht so pessimistisch wie Tobias, weil die AfD steht ja am Osten bei forty-two Prozent aber wir wissen aus den Wahlumfragen das zumindest auch im Orsten ein Drittel oder die Hälfte der AfD wähle er eigentlich noch schongiert zwischen der AfD und anderen Mitteparteien und die eigentlich einfach sauer sind auf die Anderen und dass sie eigentlich auf der Suche sind Nicht alle Wie gesagt drittel bis zur Hälfe nach Alternativen im demokratischen Spektrum um ihren Protest zu äußern.
00:41:26: und das sehen sie eben gerade nicht.
00:41:28: Und wenn es die FDP schafft mit Herrn Kubicki eine valide Alternative anzubieten, der sagt was mache ich am Abend zur Entspannung?
00:41:37: Ich gucke mir einen amerikanischen Kriegsfilm an und mach mal die Zeitflasche Rotwein auf, dass durch habituellen natürlich schon Möglichkeit einen verärgerten bürgerlichen Wähler im Osten eventuell ansprechen zu können muss ja auch die Zahlen sich anschauen.
00:41:51: Also, die AfD steht bei zwei und fünf, zweiundvierzig im Osten, in Sachsen-Anhalt
00:41:55: z.B.,
00:41:56: der FDP war drei.
00:41:57: Das heißt, der FDP musste jeden fünftzenten AfD-Wähler überzeugen, damit die FDP über fünf Prozent kämen.
00:42:04: Und wenn das der Fall wäre, könnte es genau das Züngern an der Waage sein, dass die AfD nicht genug Stimmen hat um eine eigene Regierungsfähigkeit herzustellen?
00:42:14: Was natürlich gerade die Union in einer saublöten Lage führt weil sie dann mit der FDP... der Linkspartei irgendwie versuchen muss, eine Regierung herzustellen.
00:42:24: Aber es würde wahrscheinlich dieses Drama-der-Staats-Krise sozusagen verhindern und ich glaube diese Möglichkeit ist sehr gegeben ja?
00:42:33: Das sozusagen die FDP sozusagen die Möglichkeit der Protestwahl im demokratischen Spektrum erlaubt.
00:42:40: das könnte bei den Ostwahlen funktionieren Und wenn das geschieht könnte das paradoxerweise bedeuten dass die FDP vor allem den Bundeskanzler im Amt hält Weil sozusagen für ihn und die Union sind ja die Ostwahlen auch ja immer zurückgehalten, so sprechen Stimmungstests.
00:42:55: Wenn ich vielleicht die Solbruchstelle ist ja angetreten mit der Aussage wird die AfD im Bund halbieren.
00:43:01: Das Faktor hat er sich verdoppelt.
00:43:02: Und wenn natürlich jetzt ostdeutsche Bundesländer an die AfD fallen, geht man das Freitag dem Kanzler anrechnen?
00:43:09: Es kann gut sein dass sozusagen Wolfgang Kubicki dem Eierarsch ein Anführungszeichen Friedrich Maert seinen Job rettet!
00:43:18: indem Sie im Osten über die fünf Prozent hier kommen.
00:43:21: Große Herausforderungen warten auf die FDP.
00:43:24: der jetzige Bundesparteitag, so viel ist glaube ich im Gespräch rausgekommen war eine Etappe hat aber auf jeden Fall in der Partei große strategische Linien große Stilfragen nicht entschieden sondern Ist es sehr spannend, immer noch zu sehen wie sich die AfD die FDP jetzt dann weiterentwickeln wird?
00:43:43: Das
00:43:43: ist sehr witzig.
00:43:44: Du hast gerade einen ähnlichen freudchen Versprecher gemacht wie strakt Zimmermann in ihrer Bewerbungsredisät nämlich auch einmal aus versehen SPD gesagt anscheinend FDP.
00:43:53: da kamen dann auch der ersten
00:43:54: Buchrufe auf
00:43:56: und bei dir ist der Connexer ein anderer.
00:43:57: du verwechselst sie nicht mit der SPD sondern mit der AfD.
00:44:01: Genau, das bedeutet am Ende dass die FDP um ihre Rolle ringt und sie finden muss.
00:44:06: Wir haben glaube ich relativ spannende Perspektiven hier gehört.
00:44:10: Ich bedanke mich bei Timo Lohocchi, Politikprofessor der Bad Riga Hochschule und bei Tobias Schmidt Hosts dieses Podcast & Managing-Editor von Politik und Kommunikation.
00:44:21: Danke Cameron!
00:44:23: Danke euch.
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